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„Mama Natalie“ bereitet auf präklinische Notfall-Geburtshilfe vor

„Mama Natalie“ bereitet auf präklinische Notfall-Geburtshilfe vor

Geburten im Rettungswagen sind selten. Allerdings kommt es immer wieder einmal vor, dass der Rettungsdienst Geburtshilfe leisten, die Nabelschnur kappen und das Neugeborene samt Mutter versorgen muss, bis Hebamme oder Arzt zur Stelle sind.

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Zur Vorbereitung auf dieses Einsatzszenario standen jetzt die Geburtshilfe im Rettungsdienst und der Umgang mit möglicherweise auftretenden Komplikationen im Mittelpunkt einer Fortbildung in der Rettungsdienstschule Gelnhausen. 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hessen, Bayern und Baden-Württemberg, darunter Pflegekräfte, Ärzte und Rettungsdienstmitarbeiter, trainierten mit einer realitätsechten Simulationseinheit der norwegischen Firma „Laerdal“ die Notfall-Geburtshilfe. Solche Simulationspuppen sind heute unverzichtbarer Bestandteil zeitgemäßer medizinischer Aus- und Fortbildungen.

„60 Prozent der Ausbildung des präklinischen Personals, besteht heute aus reinem Simulationstraining“, berichtete Mirko Scheuplein, Leiter der Rettungsdienstschule Gelnhausen, die vom DRK-Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern getragen wird. In komplexen Trainingseinheiten lernten Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Ärzte die Notfallversorgung sowie die Kommunikation untereinander im Team und mit dem Patienten. In der Rettungsdienstschule werden diese Trainingsszenarien mitgefilmt, um sie im Anschluss intensiv mit Lehrgangsteilnehmern zu besprechen. „Das Training mit Simulationspuppen ermöglicht es uns, komplexe und schwierige Vorgänge immer wieder zu wiederholen, bis sie ausreichend trainiert wurden und der Lernende sie beherrscht“, nannte Margarete Halbreiter, Medizinprodukteberaterin bei „Laerdal“, den entscheidenden Vorteil der Simulationstrainings.

Bei der aktuellen Fortbildung zur Geburtshilfe im Rettungsdienst kam „Mama Natalie“ zum Einsatz, eine Simulationseinheit, mit der sowohl normale als auch komplizierte Geburtsabläufe trainiert werden können. Es handelt sich quasi um den Bauch einer Schwangeren samt Säugling, der dem Trainer oder der Trainerin umgeschnallt wird. Im aktuellen Seminar war es Lehrkraft Matthias Leistner. Er steuerte und kontrollierte manuell die Öffnung des Muttermundes, die fetalen Herztöne, die Position des Babys, die Nachgeburt, die Menge der Blutung und den Zustand des Uterus. Unter anderem kann mit „Mama Natalie“ auch eine nachgeburtliche Blutung von bis zu 1,5 Litern simuliert werden. „Durch den Umgang mit der Gebärenden haben die Lernenden während der Simulation auch die Möglichkeit, die nötigen Kommunikationsfertigkeiten zu trainieren“, wies Margarete Halbreiter auf ein weiteres Plus dieser Unterrichtsmethode hin.

Informationen zur Rettungsdienstschule Gelnhausen finden Interessierte im Internet unter www.rettungsdienstschule-gelnhausen.de.

Foto: Die Simulationseinheit „Mama Natalie“ ermöglicht realitätsnahe Trainings von Geburten.

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