Diese sind meist schmerzhaft und bewegen einige Mütter zum abstillen. Oft liegen diese Beschwerden daran, dass das Baby beim Stillen falsch angelegt wird. Das Klinikum Hanau bietet bei solchen und andern Sorgen rund um das Stillen eine wöchentliche Stillberatung immer mittwochs von 11:00 -13:00 Uhr in der Elternschule, Haus C, Raum 112 an. In dieser können sich Mütter auch über eine neue Behandlungsmöglichkeit solcher schmerzenden Wunden informieren. Denn das Mutter-Kind-Zentrum Hanau bietet eine neue sanfte Laser-Therapie rund um Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit an. Mit der sogenannten Low-Level-Lasertherapie können nicht nur schmerzhaft entzündete Stellen an der Brust sondern auch Wundschmerzen nach einem Kaiser- oder Dammschnitt gelindert werden. Die Lasertherapie regt die Durchblutung des Gewebes an und fördert damit die körpereigene Wundheilung.
Bei der Behandlung mit dem Laser unterscheidet man zwischen der Flächenbestrahlung und Punkbestrahlung (Bestrahlung von Akupunkturpunkten). „Die Flächenbestrahlung wird vor allem als Schmerztherapie und zur Wundbehandlung von Brustwarzen, Damm- und Kaiserschnittnarben oder zur Behandlung von schwangerschafts- und geburtsbedingten Hämorrhoiden eingesetzt“, erklärt die Oberärztin der Frauenklinik Dr. med. Luzie Massey Skatulla. „Die punktuelle Bestrahlung kann z.B. zur Geburtseinleitung oder bei Milchstau helfen“, fügt sie hinzu. Die Frauenärztin und ihre Kollegin die pflegerische Leitung der Geburtshilfe Tatjana Nicin haben schon langjährige Erfahrungen mit der Low-Level-Laser sammeln können. Tatjana Nicin hat die Behandlungsmethode nun auch ins Klinikum Hanau gebracht.
Die Therapie mit Flächenbestrahlung dauert pro Behandlungseinheit nur wenige Minuten. Die Häufigkeit, in der die Behandlung wiederholt werden sollte, richtet sich nach Art und Ausbreitung der Wunde sowie der körpereigenen Wundheilung. „Oft reichen schon sieben bis zehn Behandlungen bis die Beschwerden nahezu verschwunden sind“, berichtet Tatjana Nicin. Leider wird das Behandlungsangebot derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, so dass Patienten den Preis von zehn Euro pro Behandlung selbst tragen müssen (Privatpatienten sollten eine Kostenübernahme vorher mit ihrer Versicherung klären).
Laserlicht hat besondere Eigenschaften wie einen hohen Energiegehalt. Durch die Bestrahlung der schmerzenden Stellen mit diesem Licht wird der Stoffwechsel der Zellen beeinflusst. Dadurch werden verschiedene biochemische Vorgänge in den Zellen aktiviert. Diese dienen der Abwehr der Erkrankung und in der Folge der Heilung der Wunde. Die Bestrahlung mit dem Laserlicht ist bei ordnungsgemäßer Anwendung absolut nebenwirkungsfrei. „Die Patientin und das behandelnde Personal tragen bei der Behandlung als Vorsichtsmaßnahme eine Schutzbrille“, fügt Tatjana Nicin hinzu. Die Behandlung wird von geschultem Personal, von Ärzten als auch von Hebammen und Krankenschwerstern, durchgeführt. Weitere Informationen über die Stillberatung und Laser-Therapie gibt es von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer (06181) 296-2561.



