Anja Zaun hat viele Jahre bei Schlecker gearbeitet. Mit 17 fing sie in einer Schleckerfiliale in Gelnhausen an und verbrachte einen großen Teil ihres Berufslebens bei unterschiedlichen Märkten der Region: Büdingen, Hanau, Rodenbach, Steinheim sind nur einige ihrer Stationen. Als junge Frau arbeitete sich bis zur Filialleiterin hoch.
Nach der Elternzeit ermöglichte ihr Schlecker, zu den Zeiten zu arbeiten, die sie mit der Familienarbeit vereinbaren konnte. Dafür war Anja Zaun auch bereit, weiterhin in den Märkten zu arbeiten, in denen sie gerade gebraucht wurde. Sie mochte ihre Arbeit, insbesondere den Kontakt mit den Kundinnen und Kunden, sie kontrollierte den Wareneingang, präsentiere das Sortiment, zeichnete Waren aus, füllte Regale auf und rechnete die Kasse ab. Natürlich war sie immer bereit, Verantwortung für „Ihre“ Filiale zu übernehmen.
Als absehbar wurde, dass Schlecker keine Zukunft hat, meldete sie sich im Juni bei der Agentur für Arbeit Gelnhausen arbeitsuchend. Im Juli war sie dann tatsächlich arbeitslos. „Als klar wurde, dass es nicht weitergehen wird, habe ich natürlich geschaut, welche Möglichkeiten es für mich gibt“, so die engagierte 44-jährige. Sie schrieb eine Initiativbewerbung und hatte sofort Erfolg damit.
Seit August arbeitet Anja Zaun wieder in einem Drogeriemarkt, diesmal in Gründau-Lieblos. Die Rahmenbedingungen haben sich kaum verändert, dafür hat sie erneut ein angenehmes Arbeitsumfeld gefunden. Aber es sind auch neue Aufgaben zu bewältigen: Das Warensortiment, das sie kennen und dessen Eingang sie kontrollieren muss, ist wesentlich größer. Sie muss sich zudem mit Dienstleistungen vertraut machen, die bei Schlecker nicht angeboten wurden. Anja Zaun betrachtet die neuen Herausforderungen mit Optimismus und weiß, dass sie sie bewältigen wird. „Es ist eine ansprechende und vielseitige Tätigkeit und das neue Umfeld macht es für mich eigentlich nur noch interessanter. Alles in allem habe ich es gut getroffen.“
Foto: Anja Zaun, ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin.



