Bei sommerlichen Temperaturen fanden sich über den Nachmittag neun Reiterinnen mit ihren Pferden ein, um Hindernisse aus den traditionell südeuropäischen Arbeitsreitweisen zu trainieren. Dazu gehören etwa eine Brücke, ein Pferch, ein Tor oder aber Slalomständer. Gebaut und bereitgestellt hat diese Hindernisse für den Ronneburger Parcours Agata Pawelec, Organisatorin dieses Trainingstags. Selbst aktives Vereinsmitglied im Reitverein Ronneburger Hügelland e.V., ist Agata kommissarisch Breitensportbeauftragte für den Verein und engagiert sich insbesondere für diese noch immer recht junge Disziplin in unserer Region. So gibt es regelmäßig Trainings in Ronneburg, auch mit renommierten Trainern.
„Working Equitation ist für mich eine tolle Abwechslung im Trainingsalltag, die Pferde fangen an, an den Hindernissen mitzudenken und werden gleichzeitig gymnastiziert“, beschreibt Agata Pawelec den Reiz der Working Equitation. „Anderswo in Deutschland hat Working Equitation bereits Fuß gefasst und wird als Turnierprüfung bis zur Masterclass angeboten“, so Wiebke Schüller, Regionalgruppenleiterin für Working Equitation. „Die hiesigen Reiter müssen noch immer stundenlang fahren, um an einem offiziellen Turnier für Working Equitation teilzunehmen.“
Immerhin gibt es mittlerweile einige Lehrgänge im Main-Kinzig-Kreis und viele Reiter haben bereits einmal reingeschnuppert. So wie am vergangenen Samstag. Dazu gehörte auch Pferdewirtschaftsmeisterin Josephine Müller, die in Büdingen einen eigenen Stall betreibt und mit ihrem Dressurpferd mit viel Freude und Geschick die Hindernisse meisterte. Die Anforderungen an einen gut gerittenen Trail sind mit einem hoch ausgebildeten Pferd akkurater und einfacher zu meistern. Die Aufgaben darf man nicht unterschätzen, Slalom, Tor und Glockengasse müssen nach bestimmten Kriterien absolviert werden, die ein Höchstmaß an Präzision abfragen. Oft wird Working Equitation noch mit einem Freizeitreiter-Trail verwechselt. Wer die Ronneburger Kulisse, erstklassige Vereinsgastronomie und guten Reitsport genießen möchte, dem seien die Dressur- und Springturniere im August ans Herz gelegt.


