

Über 21 Tonnen Ladung hatten sich mangels Sicherung auf der Ladefläche verselbständigt. Das da irgendetwas nicht stimmen kann, wäre wohl fast jedem Verkehrsteilnehmer aufgefallen, der den Sattelzug sah, bevor eine Streife der Autobahnpolizei in Butzbach gegen 14 Uhr am Freitagmittag auf ihn aufmerksam wurde. In erheblicher Schieflage befand sich der LKW, den die Beamten am Gambacher Kreuz von der Autobahn zogen. Bei der Öffnung der Planen war der Grund der Schieflage schnell gefunden: 22 Big Packs mit einem Gesamtgewicht von 21.5 Tonnen hatten sich auf der Ladefläche verselbständigt.
Zwei Spanngurte sollten die tonnenschwere Ladung sichern, ein Unterfangen, welches im wahrsten Sinne schief gehen musste. Die Big Packs waren auf der Ladefläche nach rechts verrutscht und zudem teilweise von den Paletten gerutscht, auf denen sie ursprünglich standen. Das nicht noch mehr passierte ist reinem Glück zu verdanken, denn mit Ladungssicherung hatte das, was die Beamten auf dem LKW vorfanden nichts zu tun.
Eine ordnungsgemäße Sicherung der mit Industrieruß gefüllten Big Packs wäre auf diesem Sattelzug auch gar nicht möglich gewesen. Der LKW war für die Ladung schlichtweg ungeeignet. Nach der Untersagung der Weiterfahrt durch die Beamten, mussten das russische Gespann und sein ebenso russischer Fahrer daher so lange warten, bis die Ladung auf einen andern LKW umgeladen und gesichert war.
Mehr als 2000 Euro wird das Bußgeld betragen, auf das der Fahrzeugführer sich nun einstellen muss. Ein Lehrgeld, welches ihn hoffentlich in Zukunft zu einem vorsichtigeren Vorgehen bewegt.



