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Miteinander Leben gestalten

Miteinander Leben gestalten

Das Integrationskonzept mit Leben füllen, daran sind die 15 Frauen, die sich im Rahmen des Internationalen Frauentags getroffen haben, interessiert.

  Im Workshop sind einige Projektideen entstanden, wie die Qualifizierung von Übungsleiterinnen im Sport, verbunden mit Sprachkursen, Schwimmunterricht für Migrantinnen und das „Frauenforum Vielfalt“. Das Treffen fand auf Einladung vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises und dem Frauenzentrum Wetterau e.V. statt.

Die Frauen kamen als Privatpersonen, aber auch aus Institutionen wie der Evangelischen Familienbildungsstätte, dem Ausländerbeirat, Frauen Arbeit Bildung, Pro Familia, dem Kreativzentrum Alte Schule und dem Frauenzentrum Wetterau e.V. Ziel des Treffens war, Projektideen zu entwickeln, die Migrantinnen in den Bereichen Gesundheit und Begegnung unterstützen.

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gesundheit als einen „… Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ Diese Definition bildete die Grundlage der  Diskussionen, die was sich auch in den angedachten Projekten widerspiegelt. So ist ein Projekt angedacht, in dessen Verlauf Frauen mit Migrationshintergrund zu Übungsleiterinnen im Sport ausgebildet werden und zeitgleich Sprachkurse bei Bildungsträgern im Wetteraukreis in Anspruch nehmen können. Hier ist nicht nur der gesundheitsfördernde Gedanke der Bewegung, sondern auch die Befähigung zur Begegnung durch Spracherwerb und der Aspekt der Teilhabe gegeben.

Außerdem möchte das Frauenzentrum Wetterau ein Projekt initiieren, das „Frauenforum Vielfalt“ heißen soll. Unter Einbindung möglichst vieler Organisationen des gesellschaftlichen Lebens soll ein regelmäßiger Austausch zum Frauenleben in verschiedenen Kulturen stattfinden. Der Beginn ist noch vor den Sommerferien geplant und soll sich über einen längeren Zeitraum entwickeln.

Im Hallenbad in Hüttenberg läuft gerade mit viel Erfolg ein Schwimmkurs für Wetterauer Musliminnen. Es wurde auch überlegt, ob es an einem anderen Ort in der Wetterau möglich ist, Schwimmkurse für muslimische Frauen anzubieten. Hier fand sich konkret keine Interessentin, die dieses Thema aktuell angehen kann. Dies kann sich zu einem späteren Zeitpunkt entwickeln. Für die Veranstalterinnen steht fest: „Es wird im Rahmen der diesjährigen Interkulturellen Woche ein weiteres Treffen geben“. Bis dahin sollen die zum Teil neu geknüpften Kontakte genutzt werden, um sich gegenseitig zu informieren und unterstützen.

Als Problem im Gesundheitsbereich wurden die Sprachbarrieren genannt, die Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte immer zu einem Problem für beide Seiten, Helfende und Kranke, werden lassen. Das Integrationskonzept bietet in dieser Hinsicht Ansatzpunkte, eine interkulturelle Öffnung der medizinischen Einrichtungen von der Geburt bis zum Tod zu erreichen. Landrat Arnold sagt: „Ich wünsche der Umsetzung des Konzeptes viel Erfolg und bin sicher, dass den Frauen die Umsetzung verschiedener Projekte gelingen wird.“ Kornelia Schäfer, Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit ergänzt: „Ich freue mich, dass sich viele Frauen mit und ohne Migrationshintergrund an der Umsetzung des Integrationskonzeptes beteiligen und ihre Vorschläge und Ideen einbringen, um gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.“

Interessierte Frauen können sich bei Hanne Battenhausen, Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, Tel. 06031 835303, E-Mail hanne.battenhausen@wetteraukreis.de und Jutta Fenske, Frauenzentrum Wetterau e.V., Tel. 0176 22091976, E-Mail frauenzentrum.wetterau@t-online.de

Bildunterschrift
Miteinander Leben gestalten – der Vernetzungsgedanke im Sinne des Integrationskonzeptes trägt

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