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Niddatal: Bankkarten und PIN abgegriffen

Mit einem üblen Trick erlangten Betrüger am Mittwoch (24.6.) zwei Bankkarten und die dazugehörigen Geheimnummern.

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Gegen 23.30 Uhr klingelte bei einer Frau in Assenheim das Telefon. Ein angeblicher Polizist meldete sich am Apparat und machte der Seniorin Angst. Er gab an, dass ihre Bankkarten nicht mehr sicher seien. Nach einer Razzia bei bewaffneten Rumänen habe man festgestellt, dass die Karten unbedingt gesperrt werden müssten. Der falsche Polizist drängte darauf, dass dies sofort geschehen müsse. Er werde sich darum kümmern. Er forderte die 80-Jährige dazu auf, die Karten samt PIN unter die Fußmatte zu legen, damit die Sperrung erfolgen könne. Der Täter setzte die Dame, die sich bereits auf ihre Nachtruhe eingestellt hatte, am Telefon stark unter Druck. So überrumpelt, konnte sie nach eigener Aussage gar nicht mehr klar denken. Häufig sind die Betrüger speziell geschult und gehen sehr geschickt vor, um genau das zu erreichen. Die Masche zog. Die Frau platzierte Karten und PINs, aus Angst um ihre Barschaft, unter der Fußmatte. Zwischen 23.45 Uhr und 00 Uhr holte der, bislang unbekannte Täter die Karten an der Fußmatte der Haustüre ab.

Dann schlichen sich Zweifel in die Gedanken der Seniorin und sie meldete sich bei der Polizei in Friedberg. Die echten Polizeibeamten forderten sie sofort auf, die Karten wieder an sich zu nehmen. Diese waren jedoch bereits abgeholt. Obwohl nun sogleich die Sperrung der Karten geschah, war es bereits zu spät. Innerhalb der etwa 30 Minuten zwischen Abholung und Sperrung hoben die Gangster bereits 3000 Euro von den Konten ab. Die bislang übliche Masche der falschen Polizeibeamten, die zur angeblichen Sicherung vor Einbrechern Schmuck und Bargeld abholen, hat hier eine Variante gefunden. Hinweise nimmt die Polizei in Friedberg, Tel.: 06031/601-0 entgegen.

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