Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel bedankte sich während der Feierstunde für die geleistete Arbeit. Eltern und vor allem Allein-Erziehende kennen das Problem: Sie werden krank, die Tagesmutter fällt kurzfristig aus oder sie müssen auf Dienstreise. Und niemand ist da, der sich um die Kinder kümmern kann. Genau derartige Notfälle führten vor 20 Jahren dazu, dass eine Gruppe von Eltern den Not-Mütter-Ruf in Bad Nauheim gründete.
Seitdem bekommen Familien beim Not-Mütter-Ruf Unterstützung. Die Mitarbeiterinnen - ausgebildete Hauswirtschaftlerinnen oder Erzieherinnen - übernehmen im Notfall die Aufgaben im Haushalt oder die Fürsorge der Kinder. Gespräche im Vorfeld der Betreuung stellen sicher, dass die Familien genau die Hilfe erfahren, die sie benötigen. „Damit stellt der Not-Mütter-Ruf eine ganz wichtige Hilfe für die ganze Wetterau bereit. Die Mitarbeiterinnen helfen den Familien ganz individuell und damit bestmöglich. Deshalb unterstützt der Wetteraukreis den Not-Mütter-Ruf seit dem Jahr 2005 auch finanziell“, führte der Erste Kreisbeigeordnete in seiner Dankesrede aus.
Für die Zukunft des Not-Mütter-Rufs skizzierte Betschel-Pflügel zwei Trends. Zum einen wachse der Bedarf an interkultureller Kompetenz. Er ermunterte die Not-Mütter, sich in diesem Bereich fortzubilden. Zum Anderen, und dass sei erfreulich, entschieden sich immer mehr junge Männer für ein soziales Jahr und im Anschluss daran für eine Ausbildung im sozialen Bereich. Diesen Trend gelte es zu unterstützen.
Foto: Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel gratuliert Ulrike Strangmann vom Notmütterruf zum zwanzigjährigen Jubiläum.



