Wie Landrat Joachim Arnold mitteilte, erging die Alarmierung an den 1. Betreuungszug des Wetteraukreises, der vom DRK Kreisverband Wetterau getragen wird. Einsatzort ist die Notunterkunft in der Sportuniversität Frankfurt. Zunächst einmal bis Mittwoch sollte sie die Einrichtung betreuen.
Der 2. Betreuungszug des Wetteraukreises, hier ist die Johanniter-Unfall-Hilfe Kreisverband Wetterau Träger, hat den Auftrag ab sofort eine Gruppe „Versorgung“ zu alarmieren und vorerst bis zum Wochenende in der Sportuniversität Frankfurt-Kalbach einzusetzen. Landrat Arnold lobte den Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte. „Die Hilfsorganisationen die den Katastrophenschutz stellen sind seit Wochen im Dauereinsatz und mittlerweile an der Grenze der Belastbarkeit angelangt. Schon allein deshalb brauchen wir eine Verschnaufpause und mehr Ordnung bei der Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge zur Unterbringung in unserem Land.“
„Beim Katastrophenschutz arbeiten Bund und Länder eng zusammen. Wir haben ein gemeinsames schlagkräftiges System zur akuten Schadenbekämpfung geschaffen. Unverzichtbar sind im Katastrophenschutz die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die in den Katastrophenschutzorganisationen mitwirken“, erläutert Arnold. Die wesentlichen Mitwirkenden im Katastrophenschutz sind die Feuerwehren, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst und die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW).
Der Fahrzeugpark und die Ausstattung des Katastrophenschutzes werden vom Bund vorgegeben und auch finanziert. Die Landkreise und kreisfreien Städte, als Untere Katastrophenschutzbehörde, arbeiten dabei eng mit den oben genannten Organisationen des Katastrophenschutzes zusammen. Im Wetteraukreis sind das neben dem Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter-Unfall-Hilfe vor allem die örtlichen Feuerwehren.
Zur Bewältigung von Katastrophen oder Großschadenslagen wurde im Wetteraukreis ein Katastrophenschutzstab unter Leitung von Landrat Joachim Arnold gebildet. Um die Bevölkerung auch individuell bei entsprechenden Gefahrenlagen zu informieren, bietet der Wetteraukreis ein Gefahreninformationstelefon, das bei entsprechenden Schadenslagen eingerichtet wird. Unter der Rufnummer 06031/83-8283 ist das Gefahreninformationstelefon des Wetteraukreises erreichbar.



