Gegenüber dem Jahr 2024 ging die Zahl der Einbürgerungen 2025 um 20 Prozent zurück. Vor dem Inkrafttreten des Gesetzes hatte die Zahl der jährlichen Einbürgerungen deutlich niedriger gelegen: Im Durchschnitt waren zwischen 2000 und 2023 jährlich 14.122 Personen in Hessen eingebürgert worden. 2023 waren es mit 15.115 Einbürgerungen rund ein Drittel (33 Prozent) weniger gewesen als 2025.
Syrien weiterhin häufigstes Herkunftsland, aber mit weniger Einbürgerungen als im Vorjahr
Aus Asien stammten 9.564 oder 48 Prozent von den im Jahr 2025 in Hessen eingebürgerten Personen. Wie bereits in den Vorjahren war Syrien 2025 wieder unter allen Herkunftsstaaten weltweit das Land, aus dem die meisten Eingebürgerten stammten. Mit 4.126 Personen lag ihr Anteil an allen Einbürgerungen bei 21 Prozent. Gegenüber 2024 nahm die Zahl der Einbürgerungen syrischer Personen um 21 Prozent ab. Eine Zunahme war bei Personen aus Afghanistan mit knapp 1.469 Eingebürgerten (plus 11 Prozent gegenüber 2024) zu verzeichnen.
Aus Europa stammten insgesamt 7.529 eingebürgerte Personen (Anteil an allen Eingebürgerten: 38 Prozent), darunter 3.783 aus der Europäischen Union. Zu den Haupt-Herkunftsstaaten in Europa zählten 2025 die Türkei mit 1.604 Eingebürgerten, Rumänien mit 804 Eingebürgerten, die Russische Föderation mit 628 Eingebürgerten und Polen mit 563 Eingebürgerten.
Aus Afrika kamen 2.210 Personen von den 2025 in Hessen Eingebürgerten (Anteil an allen Eingebürgerten: 11 Prozent) und 474 Personen vom amerikanischen Kontinent (Anteil an allen Eingebürgerten: 2 Prozent). Aus Australien/Ozeanien wurden 7 Personen eingebürgert. Bei 252 Eingebürgerten war die Staatsangehörigkeit ungeklärt oder sie waren staatenlos.
Neue Statistiken geben Überblick zu abgeschlossenen Einbürgerungsverfahren und Einbürgerungsanträgen
Mit dem Berichtsjahr 2025 wurden auch erstmals Daten zu den jährlich gestellten Anträgen auf Einbürgerung und abgeschlossenen Einbürgerungsverfahren erhoben. Demnach stellten im Jahr 2025 insgesamt 30.733 Personen in Hessen einen Einbürgerungsantrag. Darunter machten Einbürgerungsanträge von türkischen Personen mit 4.179 bzw. 14 Prozent den höchsten Anteil aus. An zweiter Stelle lagen Anträge von syrischen Personen (3.485 oder 11 Prozent) und an dritter von Personen aus Afghanistan (1.989 oder 7 Prozent).
Im selben Zeitraum schlossen die Ausländerbehörden 22.124 Einbürgerungsverfahren ab. Davon entfielen 91 Prozent auf Einbürgerungen, 3 Prozent der Verfahren wurden ablehnend beschieden und in 6 Prozent der Fälle wurde der Einbürgerungsantrag zurückgezogen oder erledigte sich auf sonstige Weise (zum Beispiel durch Wegzug der antragstellenden Person).




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