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40 Millionen Euro von der EU für Forschung

Um Forschungsergebnisse noch schneller in neue Verfahren und Produkte umzusetzen, haben die Ministerien für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales ein gemeinsames Programm zur Förderung des Wissens- und Technologietransfers auf den Weg gebracht.

Die Europäische Union stellt Hessen 40 Mio. Euro zur Verfügung, um Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen noch gezielter regional zu vernetzen und Unternehmensgründungen von Forscherinnen und Forschern zu unterstützen.  

„Wie schnell wissenschaftliche Erkenntnisse zu marktfähigen Produkten werden, ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). „Mit dem Programm wollen wir dazu beitragen, dass hessische Unternehmen auch künftig erfolgreich sind.“

„Gerade die klugen Köpfe an unseren Hochschulen entwickeln viele gute Ideen für neue Produkte und Verfahren. Damit Studierende und Forschende sie gezielter und rascher zur Marktreife bringen können, unterstützen wir die Hochschulen bei der Gründungsbetreuung und -beratung“, erläuterte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne). „Und wir wollen auch die kooperativen Strukturen zwischen den Hochschulen und der regionalen Wirtschaft festigen, damit zum Beispiel im Rahmen von Anwendungs- und Kompetenzzentren drängende Forschungsfragen gemeinsam mit Praxispartnern bearbeitet werden können.“

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus (CDU): „Das Zusammenwirken von Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ermöglicht und beschleunigt bedarfsgerecht den Wissenstransfer aus den Hochschulen in die praktische Anwendung. Mit unserem Förderprogramm Distr@l setzen wir bereits wichtige Impulse in die Wirtschaft hinein, genauso aus Wirtschaft und Wissenschaft heraus. Die zusätzlichen Mittel der EU werden Hessens digitale Kompetenzen und auch die Start-up-Szene weiter stärken, die bereits eine der dynamischsten in Deutschland ist. Ein weiterer wichtiger Schritt, Hessen zum Silicon Valleys Europas zu entwickeln.“ 

Das bis 2027 laufende Programm soll rund 45 regionale Wissens- und Technologietransferprojekte fördern. Zielgruppe sind Hochschulen, Forschungsinstitute und Transfereinrichtungen. Dabei können die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) je nach thematischer Schwerpunktsetzung durch Landesmittel weiter ergänzt werden. Anträge nimmt die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) entgegen.

Das Programm setzt die Bemühungen des Landes zur Stärkung der Schnittstellen zwischen Forschung und Unternehmen fort. In diesem Rahmen wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise die Entwicklung neuer Methoden zur Senkung des Ressourcenverbrauchs in der Industrieproduktion, der Bau einer Testanlage für Triebwerke und Kleinstsatelliten und ein digitales Tool mit Algorithmen zur gezielten Suche nach besonders guten Windkraft- und Solarstandorten gefördert.

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