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Ernteverlauf fällt regional unterschiedlich aus

Ernteverlauf fällt regional unterschiedlich aus

Die Ernte in Hessen fällt bislang sehr heterogen aus. Das machte der Hessische Bauernverband (HBV) heute bei seiner Erntepressekonferenz auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Jürgen Albrecht deutlich.

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Während Hitze und Trockenheit in vielen Regionen Ertrags- und Qualitätsrisiken erhöht haben, bereitet den Betrieben vor allem die angespannte wirtschaftliche Lage Sorgen.

Ernteverlauf fällt regional unterschiedlich aus

Nach einem zunächst günstigen Vegetationsverlauf haben die Trocken- und Hitzeperioden im Juni in vielen Regionen ihre Spuren hinterlassen. Die Auswirkungen auf Erträge und Qualitäten fallen je nach Standort sehr unterschiedlich aus. Die Wintergerstenernte ist in Südhessen bereits weitgehend abgeschlossen und liegt bislang auf einem durchschnittlichen bis leicht überdurchschnittlichen Niveau. Beim Winterweizen werden regional bereits Auswirkungen von Hitze und Trockenheit sichtbar.

„Die Ernte fällt in diesem Jahr regional sehr verschieden aus. Während einige Regionen bislang zufriedenstellende Ergebnisse erzielen, haben Trockenheit und Hitze andernorts deutliche Spuren hinterlassen“, sagte Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes.

Kleines Insekt, große Auswirkung

Auch bei Mais und Zuckerrüben bleiben die Ertragserwartungen aufgrund der sehr unterschiedlichen Niederschlagsverteilung in Hessen unsicher. Wie stark sich die Witterung der vergangenen Wochen am Ende auf die Ernteergebnisse auswirken wird, lässt sich derzeit vielerorts noch nicht abschließend beurteilen.

Ein weiteres Thema der Erntepressekonferenz war die Schilf-Glasflügelzikade. Johannes Böhm, Kohlbacher Hof, erläuterte die Auswirkungen auf Kartoffel- und Zuckerrübenbestände sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für die betroffenen Betriebe.

Wirtschaftliche Lage belastet die Betriebe

Neben den witterungsbedingten Einflüssen belastet insbesondere die wirtschaftliche Situation viele Ackerbaubetriebe. Die Getreidepreise stehen unter Druck, während die Kosten für Dünger, Energie, Treibstoff, Saatgut und Maschinen weiterhin hoch sind. Selbst dort, wo ordentliche Erträge erzielt werden, ist die Wirtschaftlichkeit nicht automatisch gesichert.

„Die größte Sorge vieler Ackerbaubetriebe ist derzeit nicht allein das Wetter. Niedrige Erzeugerpreise treffen auf hohe Produktionskosten. Selbst dort, wo ordentliche Erträge erzielt werden, ist die Wirtschaftlichkeit nicht automatisch gesichert“, erklärte Schmal.

Verlässliche Rahmenbedingungen notwendig

Der Hessische Bauernverband fordert von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen für die heimische Landwirtschaft. Dazu gehören niedrigere Energiekosten sowie eine bezahlbare und verlässliche Versorgung mit Stickstoffdünger. Damit die Betriebe auch künftig wirtschaftlich arbeiten und die Versorgung mit regional erzeugten Lebensmitteln sichern können, müssen die politischen Entscheidungen die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft stärken statt zusätzliche Belastungen zu schaffen. Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität der Betriebe sowie eine Weiterentwicklung der Mehrgefahrenversicherung bleiben zudem wichtige Bausteine, um die Folgen zunehmender Wetterextreme besser abzufedern.

„Die Ernte entscheidet sich nicht nur auf dem Feld. Wer auch künftig eine verlässliche Versorgung mit regional erzeugten Lebensmitteln will, muss den Betrieben wirtschaftliche Perspektiven geben. Dafür brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und politische Entscheidungen, die Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen, statt zusätzlich zu belasten“, betonte Schmal.

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