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Gemeinde Lautertal tritt Schutzgemeinschaft Vogelsberg bei

Gemeinde Lautertal tritt Schutzgemeinschaft Vogelsberg bei

Die Gemeinde Lautertal ist der Schutzgemeinschaft Vogelsberg e.V. (SGV) beigetreten.

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Dies ist, so die Vorsitzende der SGV, Cécile Hahn, nicht nur ein Zeichen dafür, dass der Schulterschluss des ländlichen Raums gegen sein Ausbluten ernst gemeint ist und in der Metropolregion Frankfurt sowie seitens der Landesregierung auch so verstanden werden sollte. Es ist auch ein klares Signal gegen die neuen Bestrebungen des Ballungsraumes Rhein-Main, mehr Fernwasser aus dem Umland beziehen zu wollen. Im Gegenzug sollen dort eigene Brunnen aus Kostengründen stillgelegt und Wasserschutzgebiete als 'Entwicklungshemmnisse' aufgegeben werden. Die SGV arbeitet gegen solche Begehrlichkeiten, die den Naturraum in den Wassergewinnungsgebieten gefährden, mit aller Kraft.

Allerdings klaffen im Zusammenstehen der ländlichen Region noch einige Lücken. So haben in den letzten Jahren einige Kommunen und der Wetteraukreis die SGV unter Hinweis auf den kommunalen Schutzschirm verlassen, ohne zu verstehen, dass sie damit ihre eigene Position schwächen. Für den ländlichen Raum wäre es besser, wenn sie dem Beispiel Schottens, Ulrichsteins oder Lautertals folgen würden, die ihre Interessen zusammen mit der SGV unlängst auch in Wiesbaden vor der Staatssekretärin im Umweltministerium vertreten haben. Die Solidarität der ländlichen Region muss jetzt gestärkt werden.

An dieser Stelle seien auch die OVAG und der Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke (ZMW) daran erinnert, dass sie in erster Linie für das Wohl ihres ländlichen Raumes arbeiten sollten. Bei der interkommunalen Gemeindeparlamentssitzung der Lautertal am 7.10.2015 dagegen vertrat die OVAG die Ansicht, es sich auf Dauer nicht leisten zu können einem Großkunden (gemeint war hier der südhessische Wassergroßhändler Hessenwasser GmbH) nicht das zu geben, was er wolle. Was dieser Kunde will, ist klar: noch mehr hochwertiges und billiges Grundwasser aus dem ländlichen Raum, um zur Aufbesserung der eigenen Geschäftsbilanz die teurere Eigengewinnung im Ballungsraum reduzieren zu können.

'Der Vogelsberg hat nichts zu sagen', titelte anlässlich der gleichen Veranstaltung eine Tageszeitung der Region. Und der ZMW will gar seiner abwandernden Bevölkerung das mittelhessische Grundwasser aus der Burgwaldregion nach Rhein-Main hinterherschicken. Die SGV dagegen hat schon in den 90iger Jahren erfolgreich einen unnötigen Fernwasserexport verhindert und wird  dies jetzt wieder tun. Funktionieren kann dieser Schutz des ländlichen Naturraumes aber nur, wenn möglichst viele Institutionen und Personen die Arbeit dieses gemeinnützigen Vereins durch ihren Beitritt stärken.

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