Im Zuge der umfangreichen Einsatzmaßnahmen nahmen die Ermittler einen 59-jährigen deutschen Staatsangehörigen fest. Der Beschuldigte befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Der 59-Jährige aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf wird nach aktuellem Stand der Ermittlungen der Reichsbürgerszene zugeordnet. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass er im Besitz von Waffen sein könnte, woraufhin das Amtsgericht Marburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechende Durchsuchungsanordnungen erließ.
Die Durchsuchungsmaßnahmen an insgesamt drei Objekten in Rabenau, Wohratal und Neustadt erstreckten sich über drei Tage und erforderten den Einsatz von rund 70 Beamtinnen und Beamten, darunter Spezialkräfte der Hessischen Polizei, Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes sowie mehreren Diensthundeführern mit Sprengstoffspürhunden.
Im Rahmen der Maßnahmen fanden die Ermittler eine große Vielzahl von Beweismitteln, wie z. B. Lang- und Kurzwaffen, vollautomatische Waffen, diverse Waffenbauteile, mehrere Kisten Munition sowie militärische Schutzausstattung und zahlreiche Hieb- und Stoßwaffen auf. Die sichergestellten Gegenstände werden nun einer waffenrechtlichen Untersuchung unterzogen.
Der 59-Jährige wurde am Mittwoch, 24. Juni 2026, dem zuständigen Haftrichter des Amtsgerichts Marburg vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg einen Untersuchungshaftbefehl. Der Beschuldigte verbüßt die Untersuchungshaft in einer hessischen Justizvollzugsanstalt.



