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Korridorsanierung am rechten Rhein: Erste Bilanz nach dem Baustart

Nach dem Start der Korridorsanierung auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden zieht das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum nach dem ersten Wochenende eine erste Bilanz.

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Der Schienenersatzverkehr ist nach den bisherigen Rückmeldungen insgesamt geordnet angelaufen. Zusätzliche Servicekräfte der Deutschen Bahn, Sicherheitskräfte sowie Reisendenlenker des Rhein-Main-Verkehrsverbundes unterstützten die Fahrgäste insbesondere an stark frequentierten Bahnhöfen wie Wiesbaden. Die Erfahrungen der ersten Betriebstage werden nun genutzt, um den Betrieb während der kommenden Monate weiter zu optimieren.

Staatssekretärin Ines Fröhlich erklärte: „Eine Baumaßnahme dieser Größenordnung verläuft nie vollkommen reibungslos. Entscheidend ist, dass mögliche Probleme schnell erkannt und Lösungen unmittelbar umgesetzt werden. Genau darauf kommt es jetzt an. Im Mittelpunkt stehen dabei unsere Fahrgäste. Sie müssen, auch mit Ersatzverkehr, während der gesamten Bauzeit zuverlässig ihr Ziel erreichen und dabei zuverlässig informiert werden.“

Fröhlich betonte zugleich die langfristige Bedeutung der Maßnahme für Hessen: „Die rechtsrheinische Strecke ist eine der wichtigsten Schienenachsen Hessens. Die Bauarbeiten werden den Reisenden in den kommenden Monaten einiges abverlangen. Gleichzeitig schaffen sie die Grundlage für einen zuverlässigeren Bahnverkehr und eine moderne Infrastruktur. Entscheidend ist, dass Bauarbeiten, Ersatzverkehr und Fahrgastinformation bis zum Abschluss der Maßnahme Hand in Hand funktionieren.“

Modernisierung für einen zuverlässigeren Bahnverkehr

Mit der Korridorsanierung modernisiert die Deutsche Bahn die rund 160 Kilometer lange Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden grundlegend. Während der Bauzeit bis Dezember werden unter anderem rund 80 Kilometer Gleise, knapp 100 Kilometer Oberleitungen, 160 Weichen sowie zehn Brücken erneuert oder umfassend instand gesetzt. Darüber hinaus werden 36 Bahnhöfe modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn rund 1,6 Milliarden Euro in die Strecke.

Für die Dauer der Bauarbeiten wurde ein umfangreiches Ersatzverkehrskonzept eingerichtet. Insgesamt verkehren 13 Buslinien mit rund 160 Bussen. Ergänzt wird das Angebot durch Expressbuslinien, zusätzliche Servicekräfte der Deutschen Bahn sowie Reisendenlenker des Rhein-Main-Verkehrsverbundes an wichtigen Umsteigepunkten. Fahrgäste erhalten zudem über digitale Auskunftssysteme und eine LiveMap fortlaufend Informationen zu den Ersatzverkehren.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum begleitet die Korridorsanierung eng und steht hierzu im kontinuierlichen Austausch mit der Deutschen Bahn, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und den weiteren beteiligten Verkehrsunternehmen. Ziel ist es, Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb zeitnah aufzunehmen und Verbesserungen zügig umzusetzen.

Hintergrund

Die Korridorsanierung der rechtsrheinischen Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden hat am 10. Juli 2026 begonnen und dauert voraussichtlich bis zum 12. Dezember 2026. Sie ist Teil des bundesweiten Programms zur Generalsanierung hochbelasteter Schienenkorridore. Ziel ist es, die Infrastruktur gebündelt zu erneuern, den Instandhaltungsrückstand abzubauen und die Strecke langfristig robuster, leistungsfähiger und störungsärmer zu machen.

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