Gegen 10 Uhr hatte dort ein Ganove ein zum Lüften offenstehendes Fenster erspäht und die für ihn günstige Situation genutzt, um schnell einzusteigen. Just als sich der Halunke eine hölzerne Schmuckkassette geschnappt hatte, tauchte die Wohnungsinhaberin im Schlafgemach auf, was zum gegenseitigen Erschrecken führte. Der Langfinger brauchte nur einen Augenblick, um sich davon zu erholen und mit seinem Beutestück aus dem Fenster zu springen. Wohin er anschließend rannte, ist nicht bekannt. "Fenster, die zum Lüften offenstehen, sind geradezu eine Einladung für Gelegenheitsdiebe", kommentiert der Seligenstädter Polizeichef Josef Michael Rösch den aktuellen Fall.
"Wenn dann auch noch die Bettdecken im Fenster liegen, erkennt jeder Langfinger schon von weitem: Hier könnte auf die Schnelle was zu holen sein - zumal der Schmuck oft im Schlafzimmer aufbewahrt wird." Solche schnellen Diebstähle kommen fast immer in den Vormittagsstunden vor und werden von jungen, sportlichen Tätern verübt, ergänzt der Erste Polizeihauptkommissar, dessen Mitarbeiter bereits einige dieser Einsteigediebstähle zu bearbeiten haben. "Wer das Schlafzimmer kurz lüften möchte, sollte sich während dieser kurzen Zeit auch sichtbar im Zimmer aufhalten; das schreckt interessierte Ganoven von einem ungebetenen Besuch ab."



