Gerade das anstehende Osterwochenende wird genutzt, um die „Ranger“ erstmals in diesem Jahr in den südhessischen Naturschutzgebieten auf Streife zu schicken. Die Amtliche Naturschutzwacht hat derzeit sieben Einsatzleitstellen bei Hessischen Forstämtern Darmstadt, Dieburg, Groß-Gerau, Lampertheim, Langen, Nidda und Hanau-Wolfgang. Die zentrale Einsatzleitung jedoch ist beim Regierungspräsidium Darmstadt angesiedelt. Mittlerweile sind zwischen März und Oktober im Schnitt 35 Forstamtsmitarbeiter mit spezieller Weiterbildung im Bereich Naturschutz in ausgewählten Schwerpunkt-gebieten unterwegs, um an der Besucherlenkung mitzuwirken und damit einer Gefährdung der Schutzziele durch übermäßige Freizeitnutzung und Erholungs-verkehr entgegen zu wirken. Die Einsätze der Naturschutzwacht erfolgen in Abhängigkeit von Wetterlage und zu erwartendem Besucherverkehr.
„Erste Aufgabe der Naturschutzwacht ist es, die Besucher der Naturschutzgebiete über die Schutzgründe und den Artenreichtum der Flächen zu informieren. Im Bedarfsfall werden die Erholungssuchenden aber auch auf die Verbote der Schutzgebietsverordnungen hingewiesen“, sagte RP Johannes Baron. Bei besonders schwerwiegenden Verstößen können die „Ranger“ auch entsprechende Ordnungswidrigkeitsanzeigen einleiten. Die Mitarbeiter der Naturschutzwacht sind alle mit einheitlicher Ausrüstung ausgestattet. Sie führen Informationsmaterial und Erste-Hilfe-Ausrüstung mit und können über Handy schnell Hilfe bei Polizei oder den Rettungsdiensten holen. Sie können sich überdies mit einem Ausweis als Amtliche Naturschutzwacht ausweisen.
„Wie die seit Jahren rückläufigen Zahlen an Verstößen in Naturschutzgebieten, die von der Naturschutzwacht betreut werden, zeigen, trägt der Einsatz zu einer erhöhten Akzeptanz des Naturschutzes in der breiten Bevölkerung bei“, meinte Regierungspräsident Baron abschließend.
Foto: Forstwirtschaftsmeister Klaus-Peter Lux und Forstwirt Jonny Field vom Forstamt Dieburg.



