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„Ambulante Pflege darf nicht zum Stiefkind werden“

Die Diakonie Hessen wendet sich gemeinsam mit der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), zum Tag der Pflege am 12. Mai in einem offenen Brief an die Politik.

„Die ambulante Pflege darf nicht zum Stiefkind der Pflegeinfrastruktur werden“, heißt es in dem Schreiben, das an die politischen Parteien in den Parlamenten sowie an die Pflege- und Krankenkassen auf Landes- und Bundesebene ging. Die ambulanten Pflegenden kämpften sich durch einen „Bürokratiewust“ und erhielten „immer neue Auflagen“. Für die Leitungskräfte sei die Pflege ein „Drahtseilakt“. Dabei leisteten alle Beschäftigten in der ambulanten Pflege „großartige, wichtige gesellschaftliche Arbeit“. Mit ihrer Hilfe sei es möglich, dem Wunsch der Menschen, zuhause gepflegt zu werden, zu entsprechen. „Dafür sind wir ihnen zu großem Dank verpflichtet“, stellen die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf (EKHN) und Bischöfin Dr. Beate Hofmann (EKKW) zusammen mit Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, heraus.

Beim Corona-Impfschutz sei die Pflege vorangegangen und schließlich doch von der Politik allein gelassen worden, heißt es in dem Schreiben weiter. Gemeinsam forderten die Beteiligten die politisch Verantwortlichen dazu auf, die Arbeitsbedingungen der Pflegenden zu verbessern, die Pflege angemessen zu finanzieren und mit Zeitspannen zu hinterlegen, die „die gegenwärtige menschenunwürdige Minutenpflege Vergangenheit sein lässt“.

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