Der Grund: Das ansonsten geschätzte Haustier hatte sich im Schattenbahnhof der Modelleisenbahn-Anlage verschanzt und gab keinen Mucks von sich. Die Anlage wurde auseinandergenommen, bis schließlich der Täter gefasst war.
Diese und andere Anekdoten zeigen, wie Modelleisenbahnen eine Familie nicht nur über Jahre begleiten, sondern auch zu Stiftern zahlloser Erinnerungen, Erzählungen und Lebensabschnitte werden. In der Sonderausstellung „Über die Jahre. Ein Lebenslauf im Maßstab 1:87“ präsentiert das Sammlerkabinett des HPUSM die Privatsammlung von Walter Müller, einem ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Vereins. Die Schau verdeutlicht ganz individuell und doch exemplarisch, wie eine Modelleisenbahn-Anlage das Leben vieler deutscher Haushalte begleitet und bereichert.
Die einzelnen Stücke stehen dabei ebenso für sich wie für den Werdegang der Modellanlage und der Familie: Es sind Weihnachtsgeschenke, Erinnerungsanker und Zeitkapseln der 1970er, 80er und 90er. Entstanden ist eine Schau über Hobby, Familie und Leidenschaft, die mit Humor, Retro-Style und Überraschungen von einer der großen deutschen Sammel- und Spielzeugleidenschaften erzählt: der Familien-Modelleisenbahn, die über Generationen wächst.
Gezeigt werden diverse Modellautos der Firmen Wiking und Brekina aus den 1970er- und 1980er-Jahren, Gebäudemodelle unter anderem von Faller und natürlich Eisenbahnen: von dieselelektrischen Lokomotiven über Sondermodelle wie den Märklin „Big Boy“ bis hin zu Skurrilem wie der Glückschweinlok. Die Sonderausstellung „Über die Jahre. Ein Lebenslauf im Maßstab 1:87“ ist vom 10. Juli bis 15. November 2026 im Sammlerkabinett des HPUSM zu sehen. Die Vernissage findet am 10. Juli 2026 um 17 Uhr in den Räumlichkeiten des Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseums statt.



