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„Kultur macht stark“: Ausstellung „Der Kokon“

„Kultur macht stark“: Ausstellung „Der Kokon“

Der Kunstverein Meerholz hat im Rahmen des Bündnisses für Bildung und Forschung unter dem Motto „Kultur macht stark“ in Regie des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler ein Halbjahresprojekt mit der Brentanoschule in Linsengericht realisiert.

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Dazu wurde ein lokales Bündnis zwischen dem Kunstverein Meerholz, als Träger der Maßnahme, der Brentanoschule und dem Caritasverband des Main-Kinzig-Kreises, Fachbereich Familien- und Jugendhilfen, gebildet. Die Gelnhäuser Künstlerin Simone Nuß erarbeitete dieses Projekt mit den Schülerinnen und Schülern im Alter von zehn bis 15 Jahren, dabei wurde sie von der Pädagogin Stephanie Boos (Caritas-Verband) unterstützt.

Bis zum 29. Mai kann die Ausstellung unter dem Titel „Von Unsichtbarem und Verborgenem“ oder „Der Kokon“ besucht werden. Kreisbeigeordneter und Jugenddezernent Matthias Zach  eröffnete am vergangenen Dienstag die Ausstellung. „Die Arbeiten präsentieren die Wünsche und Interessen der Schüler. Die Jugendlichen wurden in ihrer Welt abgeholt, in der Welt der neuen Medien, bei Facebook, Instagram, Twitter und Co“, berichtete Matthias Zach. Zeitgleich postete er die Ausstellungseröffnung auf Twitter und veranschaulichte so auch, dass „nichts mehr verborgen ist, alles ist öffentlich“.  Eine Welt, die offen und leicht erscheine, aber vielleicht das „wahre Ich“, mit den eigenen Unsicherheiten und Schwierigkeiten, verberge, aber für die Persönlichkeitsentwicklung seien Schutz und Geborgenheit notwendig.
 
In der Projektphase wurde gemeinsam nach nicht öffentlichen Seiten des „Ichs“ gesucht, nach verborgenen Stärken und außergewöhnlichen Interessen und Fähigkeiten. Das geschah ausschließlich mit künstlerischen Mitteln. Ziel sei es gewesen, so hob Matthias Zach in seinen einführenden Worten hervor, den Wert der eigenen Individualität bewusst zu machen und die Persönlichkeit zu stärken. Die Ergebnisse sind nicht auf den ersten Blick erfassbar: „erst bei genauem Hinschauen öffnen sich die Persönlichkeiten in den Fotos, spielerisch-textlichen Äußerungen, den Bildern, Objekten, Plastiken  und Videoclips“.

Im Mittelpunkt der Ausstelllung steht ein überdimensionaler Kokon aus Gerüststangen als schützende Hülle gebaut, stellt es symbolisch den Wunsch da, sich zu öffnen und zu verpuppen, um Grenzen zu setzen. Matthias Zach dankte den Schülerinnen und Schülern, die mit Tanz- und Gesangdarbietungen die Ausstellungseröffnung gestalteten, sowie den Betreuern und Organisatoren.

Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Foto: Ausstellungseröffnung im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums, rechts: Kreisbeigeordneter Matthias Zach begrüßt die Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Exponaten zu dieser besonderen Präsentation beitrugen.

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