Antworten auf diese Fragen erhielten 18 MINT-interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Elisabeth-Strupp-Schule bei einem Besuch des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg.
Die Exkursion fand im Rahmen des Projekts „I am MINT“-Programms statt. Bei diesem Projekt geben Auszubildende als Mentoren ihr Wissen und ihre Erfahrungen an jüngere Schülerinnen und Schüler weiter und ermöglichen so einen authentischen und praxisnahen Einblick in technische Berufsfelder. Im Ausbildungszentrum des Kraftwerks wurden die Schülerinnen und Schüler dabei selbst zu kleinen Technikern.
Unter Anleitung der Auszubildenden bauten sie einen sogenannten „heißen Draht“, ein Geschicklichkeitsspiel mit optischem Signal. Dazu mussten zunächst die Grundplatten bearbeitet und verschiedene Bauteile montiert werden. Anschließend lernten die Jugendlichen, einfache Schaltpläne zu verstehen, Kabel abzuisolieren, Drähte zu verlöten und elektrische Verbindungen herzustellen. Mit viel Geschick und Konzentration entstand so Schritt für Schritt ein „heißer Draht“, der am Ende erfolgreich getestet werden konnte.
So erhielten die Jugendlichen spielerisch Einblicke in die Ausbildungsberufe des Industriemechanikers und des Elektronikers für Betriebstechnik. Beide Berufe werden über dreieinhalb Jahre ausgebildet und spielen eine wichtige Rolle beim Betrieb und der Instandhaltung technischer Anlagen. Die Auszubildenden berichteten dabei aus erster Hand über ihren Arbeitsalltag und beantworteten zahlreiche Fragen zu Ausbildung und Berufsperspektiven. Besonders wertvoll war für die Schülerinnen und Schüler der direkte Austausch mit den Azubis.
Zusätzlich bietet das Kraftwerk Staudinger regelmäßig Praktika an, die auch während der Schulferien absolviert werden können. Für viele der Jugendlichen war der Besuch daher nicht nur ein spannender Praxistag, sondern möglicherweise auch ein erster Schritt in Richtung einer technischen Ausbildung. So wird Berufsorientierung auf besonders anschauliche Weise erlebbar. Begleitet wurde die Exkursion von Margit Mans und Dr. Kerstin Hartmann.






