
Dergleichen Fragen stellen sich fast alle Schülerinnen und Schüler umso dringlicher, je näher der Schulabschluss rückt. Dabei werden die Studien- und Ausbildungsangebote immer vielseitiger und somit auch unübersichtlicher. Hinzu kommt, dass die Bewerbungs- und Einstellungsverfahren ebenfalls immer umfangreicher werden. Damit steigt der Beratungsbedarf für die Schülerinnen und Schüler auch und gerade an Gymnasien. Am Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel fanden daher auch in diesem Jahr wieder umfangreiche Berufsinformationstage für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 statt. Um der veränderten Situation gerecht zu werden, habe man auch in diesem Jahr wieder leichte Veränderungen in der Konzeption vorgenommen, erläutert die Koordinatorin der Berufsinformationstage, Anette Luh.
Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BARMER-GEK ein ganztägiges Bewerbungstraining an und berichten über die heute üblichen Einstellungsverfahren größerer Unternehmen in so genannten „Assessment-Centers“. Wie in den Jahren zuvor finden diese Aktivitäten in den Räumlichkeiten der Versicherung in Hanau statt und werden zielgenau für interessierte Schülerinnen und Schüler zu unterschiedlichen Terminen noch bis Mitte Februar angeboten.
Für die Jahrgangsstufe 12 begann das Beratungsangebot mit der Infoveranstaltung ‚Wege nach dem Abitur und die Hilfen der Berufsberatung’ der Hanauer Agentur für Arbeit. Im Zentrum standen hierbei die wichtigsten Informationsmöglichkeiten, Bewerbungsfristen sowie umfassende Informationen zur Berufs- und Studienwahl. Die Referentinnen betonten dabei die Wichtigkeit, sich möglichst frühzeitig und umfassend zu informieren. Wer erst während des Abiturs damit beginne, verliere unnötig viel Zeit.
Der im letzten Jahr eingeführte Projekttag zur Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 unter der Leitung der Fachlehrerinnen und –lehrer Politik und Wirtschaft (POWI) wurde weiterentwickelt. Neben dem Ziel, bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Reflexionsprozess über die eigenen Wünsche und Fähigkeiten in Bezug auf die anstehende Berufswahl zu initiieren, wurde diesmal noch konkreter auf die bevorstehende Infoveranstaltung ‚Berufsfelder aus erster Hand’ vorbereitet.
Bei dieser Veranstaltung stellten schließlich 22 Referentinnen und Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen und Einrichtungen in insgesamt vier Durchgängen ihre Berufe vor. Traditionell wieder dabei waren etwa die Firmen Heraeus und Merck. Einen Schwerpunkt bildeten in diesem Jahr Duale Studiengänge (die Verbindung von Studium und praktischer Ausbildung im Betrieb), die in den unterschiedlichsten Bereichen angeboten werden. Polizei und Bundeswehr waren als Arbeitgeber und Ausbildungsstätte ebenso zugegen wie Vertreter ‚klassischer’ Berufe wie Rechtsanwalt oder Journalist. Daneben wurden aber auch ausgefallenere Berufsbilder wie Möbelmacher oder Mediengestalter vorgestellt.
Angesichts des breiten Angebots und des regen Schülerinteresses konnte Initiatorin Anette Luh erneut positiv Bilanz ziehen: Die Berufsinformationstage seien zu einem festen und notwendigen Bestandteil der Bildungsarbeit des LOG geworden.



