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Abschuss eines Wolfes in der bayerischen Rhön

Abschuss eines Wolfes in der bayerischen Rhön

In der Nacht vom 25. auf den 26. August 2024 wurden in der Hohen Rhön sechs Schafe getötet und vier verletzt. Nach derzeitiger Kenntnis kann nicht ausgeschlossen werden, dass die durch einen Herdenschutzzaun und Herdenschutzhunde gesicherten Tiere einem Wolfsangriff zum Opfer fielen. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen stehen noch aus.

Aufgrund dieses Ereignisses wurde von einem Bescheid der Regierung von Unterfranken vom 1. August 2024 Gebrauch gemacht, mit dem die Regierung eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Entnahme (d.h. Tötung) eines Wolfes erteilt hat. In der auf das jüngste Rissereignis folgenden Nacht wurde in der Hohen Rhön auf der Grundlage dieses Bescheides ein weiblicher Wolf erlegt.

Der Bescheid der Regierung von Unterfranken wurde erlassen, da es im Zeitraum vom 3. Juni 2024 bis 25. Juli 2024 zu einer Reihe von Übergriffen auf durch mit Herdenschutzmaßnahmen gesicherte Weidetiere gekommen war. Die Übergriffe konnten mittels Genanalyse vor allem einer Wölfin mit dem genetischen Kürzel GW3092f zugeordnet werden. Eine Vielzahl weiterer Rissereignisse seit dem 2. August 2023 sind ebenfalls auf diese Wölfin zurückzuführen. Ob es sich bei dem erlegten Tier um die Wölfin GW3092f handelt, wird derzeit mittels Genanalyse geklärt. Ergebnisse hierzu werden im Laufe der nächsten Woche erwartet.

 

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Kommentare

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Elke Leserin
1 jahr vor
Wer seine Tiere nicht ausreichen schützen kann, sollte keine halten.
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Holger Knauer
1 jahr vor
Halten Sie Schafe? Kennen Sie sich mit den Vorschriften zur Einzäunung aus und kennen Sie die Kosten und den Aufwand dafür?
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Claudia
1 jahr vor
Liebe Elke,
sehr wahrscheinlich sitzen sie abends gemütlich mit einer Tüte Chips auf dem Sofa und haben keine Vorstellung, wie genau denn ein privater Tierhalter seine Tiere vor dem Wolf schützen soll... die erste Litze 20 cm über dem Boden. Glauben sie, hier im Spessart ist es möglich ein Grundstück von 2 ha Land mit allen Unebenheiten gleichmässig einzuzäunen? Glauben sie, wir privaten Tierhalter haben mal eben 10.000 Euro in der Portokasse um gegen dieses Raubtier die gewünschten Zäune aufzurüsten ? Machen sie sich doch mal schlau über welche Zäune Wölfe springen oder klettern, ehe sie solche Aussagen tätigen.
Wir Tierhalter bangen täglich um unsere Tiere und hoffen, dass die Politik schnellstmöglich reagiert und der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird.
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D.A.
1 jahr vor
Es gibt viele Länder auch in unserer Nachbarschaft die super mit dem Wolf zurechtkommen! Nutztier Halter werden einfach und unkompliziert vom Staat entschädigt ( Italien )Natürlich kann so etwas in Deutschland nicht funktionieren das wäre zu viel verlangt! Und eine Patrone kostet nur etwa 3 Euro
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Claudia
1 jahr vor
Es geht nicht nur um Nutztierhalter.
Was nützt denn eine Entschädigung von 50 Euro, wenn sie z.B. ein gutausgebildetes Pony im Wert von 8.000 oder 10.000 Euro auf der Weide stehen haben? Und was ist mit dem emotionalen Wert ? Der ist unbezahlbar.
Der Wolf tötet zudem nicht immer, das bedeutet, der schwerverletzte noch lebende Tier, wird von hinten gefressen während es noch lebt.
Möchte sie ein Tier so morgens auffinden, vielleicht noch mit ihrem Kind an der Hand?
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