Die Anschläge von Magdeburg und Berlin haben jedoch für eine andere Qualität beim Sicherheitsgefühl der Menschen gesorgt. Dass aus religiös-fanatischen Gründen die Besucher von Weihnachtsmärkten zu Tode kamen, das hat sich sehr tief in das Bewusstsein eingebrannt. Es wird sehr lange dauern ehe die Unbeschwertheit zurückkehrt, im Kreis von Familie oder Freundeskreis wieder diese Märkte zu besuchen, um bei Kerzenschein, warmen Getränken und Bratwurst der dunklen Jahreszeit ein Schnippchen zu schlagen und aktiv Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest zu empfinden.
Zwischenzeitlich sind etliche dieser Märkte in Deutschland abgesagt worden. Die Organisatoren sahen sich nicht in der Lage, die Sicherheitsmaßnahmen zu finanzieren. Und bei den größeren Märkten leidet das Flair unter den Pollern, Betonklötzen und Sperranlagen, die Amokfahrten verhindern sollen. Wenn dann auch noch von interessierter Seite in den Innenstädten die verstärkte Präsenz der Sicherheitskräfte mit dem Hinweis kritisiert wird und anstatt dessen mehr Streetworker und Drogenkonsumräume gefordert werden, haben sich in der Tat unsere Stadtbilder verändert – und zwar nicht gerade vorteilhaft.
Es ist immer leicht, längst vergangenen Vorweihnachtszeiten nachzutrauern, als Lichtergirlanden in den Einkaufsstraßen eine besondere Stimmung verbreiteten. Nicht zu vergessen der Duft nach Braunkohlenbriketts, der aus nahezu allen Schornsteinen, in den späten 50er und Anfang der 60er Jahre die Luft schwängerte. Bei den älteren Menschen ist auch die Erinnerung von schneebedeckten Landschaften sehr verbreitet. Ein Blick in die Aufzeichnung der Metrologen belehrt uns jedoch eines Besseren: In den Nachkriegsjahren gab es überwiegend „grüne Weihnachten“: Seit 1950 gab es in Deutschland nur viermal flächendeckend weiße Weihnacht: 1962, 1969, 1981 und zuletzt 2010. Eine weiße Weihnacht ist also relativ selten, besonders in tieferen Lagen.
Zum Autor
Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (75) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere. Nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von mehreren Büchern ist der gelernte Redakteur als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er vor mehr als 20 Jahren den Rücken gekehrt. Er lebt heute mit seiner Familie in Biebergemünd.



Kommentare
Unterm Strich wird sich nichts ändern denn da wo sich unsere Politische Elite tummelt sind keine Facharbeiter weit und breit nicht denn wäre der dieser umstand ein anderer hätten wir längst andere Gesetze das ist sicher!
Es ist auch dieses Geeiere welches schleichend zu den gegenwärtigen Zuständen führte. Zwischen den Zeilen schreiben reicht nicht mehr.
Sagen was ist!
Ansonsten ein etwas strukturloses Zusammengeschreibsel, dass wahrscheinlich verharmlosen soll.
Das Wetter lässt sich kaum beeinflussen.
Die Gefährder jedoch wurden völlig unnötig hier aufgrund von PC, Profilneurose und Wahlwerbung hier hereingelassen. Seit 10 Jahren lebt diese Republik von Lügen + Heuchelei und die Regierenden bilden sich ein, dies sei ein genauso dauerhafter und energiereicher Treibstoff für ihren Machterhalt wie die von ihnen verordnete Ökoplürre. Währenddessen rutscht diese Operettenrepublik weiter in Richtung Schwellenland.
Ohne Poller, Kontrollen und Sicherheitsdienste müsste man sich vermutlich längst nicht mehr fragen ob, sondern nur noch wie oft fanatische Täter ihre mörderischen ‚Einfälle‘ umgesetzt hätten.
Es wirkt realitätsfern, so zu tun, als würden Sprengstoffgürtel auf Volksfesten für immer ein theoretisches Szenario bleiben.
Das Grundproblem ist bekannt, glasklar und seit Jahren auf dem Tisch – nur manche halten die Augen lieber so fest geschlossen, dass man fast meinen könnte, sie hoffen, die Realität löse sich einfach von selbst auf.