











Pfarrer Heinrich Schwarz nahm alle Gottesdienstbesucher symbolisch auf eine „Reise in eine andere Welt“ mit. Viele fleißige Helfer hatten für das Erntedankfest attraktive Angebote und Aktivitäten für Groß und Klein vorbereitet. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, ebenso wie für Musik und Unterhaltung.
An der Kanzel in der Kirche hing das große Meditiationstuch mit dem Bild der Aktion „Brot für die Welt“. Alle Gläubigen hielten Postkarten mit Ausschnitten daraus in den Händen. Der Maler des Bildes, Marcos Xenofonte, hat alle vor dem Gottesdienst auf der Leinwand begrüßt. Er kommt aus Brasilien. „Was liegt näher, als sich mit dem Land zu beschäftigen, in dem wir Weltmeister wurden“ stimmte Schwarz auf den Erntedankgottesdienst ein. „Wer hat denn in den letzten Wochen nach dem Ende der Fußball-WM noch ernsthaft an Brasilien gedacht? Zu viele andere Ereignisse haben sich in den vergangenen Wochen in den Vordergrund geschoben. Kriege, Gewalt, Seuchen. Ich will all die Krisenherde im Nahen Osten, in Afrika und auch in Europa gar nicht aufzählen. Da gerät Lateinamerika rasch aus dem Blickfeld“ stellte er besorgt fest und bat die Anwesenden einmal herauszutreten aus der Hektik und aus den Sorgen.
Der Pfarrer lud sie ein, sich in das brasilianische Puzzle zu versenken, Geschichten darin zu entdecken und zu spüren, wo sie sich selbst treffen. Zum Erntedank, dankte er Gott für die Fülle seiner Schöpfung. Begleitet wurde der Festgottesdienst durch den Gospelchor Sunrise und den Kinderchor Kieselsteine sowie die Musiker des Musikalischen Lerninstituts Rodenbach - kurz MLI genannt.
Viele fleißige Helfer bereiteten attraktive Angebote und Aktivitäten für Groß und Klein vor. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. wie für Musik und Unterhaltung. Nach dem Gottesdienst fand eine Orgelführung und Kirchturmbesteigungen statt, dazu der „Tanz auf der Gass“ und es spielte das Rodenbacher Blasorchester vor der wunderschönen Kulisse vom Alten Rathaus im Alten Ortskern zünftig auf. In der Kirche wurde der „Turmbau zu Babbel“ von den Kindern als Theaterstück aufgeführt und zum Abschluss spiele die Hasselrother Hausmusik. Der Wettergott hatte es mit dem Veranstalter, den aktiv Mitwirkenden und den Besuchern sehr, sehr gut gemeint und viel Sonnenschein beschert.
Text und Fotos: Anton Hofmann


