"Doch diese Transparenz bleibt bis heute aus. Dem Kulturausschuss wurden im Januar 2026 lediglich Teilzahlen präsentiert: 380.000 Euro für Sach- und Dienstleistungen, 180.000 Euro für den Betriebshof sowie 270.000 Euro an Erlösen. Wesentliche Kostenblöcke fehlen jedoch weiterhin – insbesondere die Personal- und Verwaltungskosten der Abteilung Kultur und Tourismus sowie die während der Feierlichkeiten geleisteten Stunden städtischer Mitarbeiter. Unser Ausschussmitglied Uwe Leinhaas hat diese Lücken frühzeitig benannt. Auch Elisabeth Jahn forderte wiederholt ergänzende Informationen. Selbst auf Nachfrage wollte Stadtkämmerer Gerald Pipa keine vollständigen Angaben machen. Dreimal haben Vertreter der BG den Bürgermeister aufgefordert, die fehlenden Zahlen nachzureichen – dreimal vergeblich. Das ist keine Transparenz. Das ist Verweigerung", so die "Bürger für Gelnausen".
Da aus dem Rathaus keine vollständigen Zahlen vorgelegt worden seien, hat Uwe Leinhaas gemeinsam mit unabhängigen Kennern kommunaler Haushaltsstrukturen eine eigene Schätzung erarbeitet: "Das Ergebnis ist alarmierend: Ein Mindestfehlbetrag von 750.000 Euro, im ungünstigen Fall bis zu 1,2 Millionen Euro. Neben der Kostenfrage sorgt auch die Ticketpreispolitik für erheblichen Unmut in der Bürgerschaft. Es ist nicht hinnehmbar, dass Bürgerinnen und Bürger 18 Euro Eintritt zahlen müssen, nur um in der Altstadt etwas essen oder trinken zu können. Eine solche Preisgestaltung schließt viele Menschen faktisch aus – Familien, Senioren, junge Leute. Eine Stadtrechtsfeier darf kein exklusives Event für wenige werden. Sie muss ein Fest für alle sein. Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sah zudem ausdrücklich vor, Standbetreiber, Gewerbetreibende und Besucher einzubeziehen und ihre Perspektiven zu evaluieren. Auch hierzu wurde bislang nichts vorgelegt."
Für die Bürger für Gelnhausen steht fest: "Eine Stadtrechtsfeier ist nur dann ein Erfolg, wenn sie finanziell verantwortbar, transparent abgerechnet und für alle Bürger zugänglich ist. Ein Stadtfest ist nur dann wirklich gelungen, wenn Betreiber und Besucher zufrieden sind – und wenn die Bürger wissen, was es sie tatsächlich gekostet hat.“



Kommentare
So, und jetzt Butter bei de Fisch! Wieviel hat das Fest die Stadt gekostet und wieviel Einnahmen hat es generiert? Lasst die Parole "... geht auch smart" wahr werden.