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Kritik an Großplakat-Kampagne der AfD

Kritik an Großplakat-Kampagne der AfD

„Für Demokraten kommen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität und Menschenwürde auch in Krisenzeiten zuerst!“ Das haben Alexander Schopbach und Julia Hott, Vorsitzende des Vereins Hand aufs Herz e.V., am Freitag bei der Präsentation einer neuen Kampagne betont, mit der Hand aufs Herz e.V. auf eine bundesweite Großplakat-Kampagne der rechtsextremen AfD reagiert und alle Menschen zum Mitmachen einlädt.

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Auch in Gelnhausen, dem Vereinssitz von Hand aufs Herz e.V., prägen Großplakate der AfD kurz nach Start derer populistischer bundesweiter Kampagne mit polarisierenden Slogans Straßenbilder. „In Zeiten, in denen in Deutschland wieder Geflüchteten-Unterkünfte brennen, Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker durch die Städte marschieren und die AfD bei Wahlen und in Umfragen klar zulegt, dürfen wir als Demokraten solche die Gesellschaft spaltenden Kampagnen der Rechtsaußenpartei nicht totschweigen“, betonten Schopbach und Hott.

Um Gegenzuhalten hat Hand aufs Herz e.V. Layouts kreiert, die im Download-Bereich der Internetseite www.handaufsherz-gn.de heruntergeladen werden und in den sozialen Medien, für Flyer, Aufkleber und andere Drucksachen verwendet werden können. „Wir hoffen, dass viele Menschen, Vereine, Institutionen etc. davon Gebrauch machen und so ein stückweit gegenhalten, beispielsweise auf ihren Facebook-Seiten, bei Instagram oder auch mit Plakatdrucken vor ihrer Haustüre“, appelliert Hand aufs Herz. Zudem hofft der Verein darauf, dass der Demokratie verpflichtete Firmen, die sich derzeit unverhofft mit ihren Werbeträgern in Nachbarschaft der fragwürdigen AfD-Großplakate befinden, die Reißleine ziehen und so auch den Betreibern der Werbeflächen signalisieren: Mit der AfD möchten wir nicht in Verbindung gebracht werden.

Schopbach und Hott appellierten auch an die politisch Verantwortlichen in Städten und Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen zu unterstützen, die aus der demokratischen Mitte heraus parteiübergreifend Gesicht für eine demokratische, weltoffene und bunte Welt zeigen - und somit oftmals auch ins Visier der Rechtsextremen und Verschwörungstheoretiker geraten. Sie erinnern in diesem Zusammenhang an eine im Dezember 2019 einstimmig beschlossene Resolution der Stadtverordneten in ihrer Heimatstadt Gelnhausen unter der Überschrift „Kein Platz für Hass“ und sagten: „Angesichts des Einzugs der AfD-Großplakate in die Stadtbilder ist es nun an der Zeit, genau an diese Botschaft anzuknüpfen und dem Hass vor Ort etwas entgegenzusetzen.“

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Kommentare

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Winnie Schneider
3 jahre vor
Mich, als Ü60 und ausgewiesenen Rotgrünlinker im Herzen, bedrückt es jedesmal, wenn ich einfältige Kommentare wie den von Frau Walter lese, die zwar glaubwürdig ihre Gefühlswelt darbietet, andererseits aber die politische Konkurrenz mit stärksten Adjektiven belegt und sich zur seltsamen Betonung bemüßigt fühlt, „dass wir in einer Demokratie leben, in dem jeder, ohne bestraft zu werden, alles raus blubbern darf“. Die betonte Feststellung einer solchen Selbstverständlichkeit führt mich als kritischen Geist schnurstracks zur Frage, ob das Festgestellte wirklich noch in der gleichen Weise zutrifft, wie ich es beim Erwachsenwerden vor einem halben Jahrhundert unter Willy Brandt erleben durfte, als etwa Herr Strauss unser Land „mit seinem Geblubber“ ganz selbstverständlich belästigen durfte. – Und meine Antwort lautet, aufgrund kritischer Beobachtung, aber vor allem eigener Erfahrung aus dem Kundgeben abweichender Meinung, öffentlich wie im privaten Kreis: Nein!
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Claudia Walter
3 jahre vor
Ich bekomme jedes Mal den blanken Zorn, wenn ich an diesem Plakat vorbei fahren muss. Ich fühle mich belästigt. Es ist reißerisch, polemisch, spaltend, extrem dümmlich.
Allerdings zeigt es auch, dass wir in einer Demokratie leben, in dem jeder, ohne bestraft zu werden, alles raus blubbern darf. Und eben sogar andere mit seinem Geblubber belästigen darf
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