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Windkraft in Bad Orb: Ørsted will trotz Eigentümerwechsel weiter bauen

Windkraft in Bad Orb: Ørsted will trotz Eigentümerwechsel weiter bauen

Ørsted, das laut eigenen Angaben weltweit führende Unternehmen im Bereich Offshore-Wind, hat mit Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) über dessen fünften Flagship Fund, Copenhagen Infrastructure V (CI V), eine Vereinbarung über die Veräußerung seines gesamten europäischen Onshore-Geschäfts unterzeichnet. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf 1,44 Mrd. EUR (10,7 Mrd. DKK) und wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein.

An den Planungen von Ørsted für den Windpark Jossgrund, gegen den sich in Bad Orb viel Widerstand formiert hat, ändert der Eigentümerwechsel laut Angaben des Unternehmens allerdings nichts. "Unser Kerngeschäft, die Planung, den Bau und Betrieb von Windparks und PV-Freiflächenanlagen – sowie künftig auch von Batteriespeichern – werden wir gemeinsam mit all unseren Partnerinnen und Partnern vor Ort wie gewohnt fortsetzen. Auch das Windprojekt Jossgrund am Horstberg planen wir wie bisher weiter. Wir freuen uns darauf, diese Projekte zukünftig in einer neuen europäischen Unternehmensplattform zu realisieren, die erneuerbaren Energien so weiter voranzubringen, unsere Energieunabhängigkeit zu stärken und mehr lokale Wertschöpfung zu schaffen", teilte ein Unternehmenssprecher mit.

Und weiter: "Unser künftiger Eigentümer, Copenhagen Infrastructure Partners (CIP), ist einer der weltweit führenden Investoren in erneuerbare Energieprojekte. Wir sehen diesen Schritt deshalb als große Chance, unsere über 30-jährige Erfolgsgeschichte in Deutschland fortzuschreiben. Denn er schafft die notwendigen wirtschaftlichen Voraussetzungen, um unsere Wind- und Solarprojekte, aber auch neue Batteriespeicher noch ambitionierter zu entwickeln, schneller umzusetzen und langfristig zu betreiben. Und das mit echtem Mehrwert für die Gemeinden, die Menschen vor Ort und für unsere Umwelt. Daran werden wir mit unseren Teams wie bisher mit vollem Engagement arbeiten – auch bei dem von uns geplanten Windpark Jossgrund."

Zusammen mit der Veräußerung von 50 % des Offshore-Windparks Hornsea 3 und der Vereinbarung zur Veräußerung von 55 % des Offshore-Windparks Changhua 2 habe Ørsted nun die drei Eckpfeiler-Transaktionen unterzeichnet, die bereits angekündigt worden seien. Damit hat Ørsted laut eigenen Angaben sein Veräußerungsprogramm wie geplant abgeschlossen und seine finanzielle Basis erheblich gestärkt. "Mit der Veräußerung seines europäischen Onshore-Geschäfts hat Ørsted im Zeitraum 2025–2026 Transaktionen mit einem Gesamterlös von ca. 6,17 Mrd. Euro (46 Mrd. DKK) unterzeichnet und damit das Unternehmensziel von mehr als 4,69 Mrd. Euro (35 Mrd. DKK) an Erlösen in diesem Zeitraum erreicht. Neben der Stärkung der Bilanz von Ørsted und dem Abschluss seines Veräußerungsprogramms trägt die Transaktion auch dazu bei, die strategische Priorisierung von Ørsted auf Offshore-Wind in seinen europäischen Kernmärkten umzusetzen, wo in den kommenden Jahren mit einer erheblichen Ausschreibungskapazität zu rechnen ist", heißt es weiter in der Mitteilung des Unternehmens.

Stefan Bachmaier, Geschäftsführer Onshore Deutschland bei Ørsted, sagt: „Unsere starke Präsenz in Deutschland – getragen von unseren Projekten, Partnerinnen, Partnern und Mitarbeitenden – hat es uns ermöglicht, bis heute rund 800 MW Wind- und Solarenergiekapazität zu entwickeln. Viele weitere Projekte sind im Bau und in Planung. Wir freuen uns darauf, diese zukünftig in einer neuen europäischen Partnerschaft zu realisieren, die erneuerbaren Energien so weiter voranzubringen, unsere Energieunabhängigkeit zu stärken und mehr lokale Wertschöpfung vor Ort zu schaffen.“

Kieran White, Senior Vice President Europa Onshore bei Ørsted, fügt hinzu: „Mit CIP als unserem neuen Eigentümer freuen wir uns darauf, das Wachstum unserer Entwicklungspipeline zu beschleunigen und damit unsere Rolle auf den europäischen Märkten für Onshore-Wind, Solarenergie und Speicher zu stärken. In den kommenden Monaten werden wir einen neuen Firmennamen und eine neue Marke bekannt geben. Was sich nicht ändern wird, sind unsere Mitarbeitenden, Vermögenswerte, Projekte oder unsere Ambition, erneuerbare Energien in ganz Europa in großem Umfang bereitzustellen.“

Trond Westlie, Chief Financial Officer von Ørsted, sagt: „Das europäische Onshore-Geschäft von Ørsted hat eine solide Pipeline und ein solides Projektportfolio aufgebaut, und ich bin sehr zufrieden, dass wir mit CIP einen neuen Eigentümer für dieses Geschäft gefunden haben, da wir entschieden haben, uns auf Offshore-Wind in unseren europäischen Kernmärkten zu konzentrieren. Mit der Veräußerung unserer europäischen Onshore-Plattform schließen wir das Veräußerungsprogramm ab, das wir aufgelegt haben, und haben nun die Finanzlage von Ørsted erheblich gestärkt.“

Mads Skovgaard-Andersen, CIO und Partner bei Copenhagen Infrastructure Partners, sagt: „Mit dieser bedeutenden Akquisition, die mehrere Märkte und Technologien umfasst, stärken wir unsere Präsenz in Europa weiter. Das kombinierte Portfolio aus Onshore-Wind, Solarenergie und BESS ergänzt unser bestehendes Projektportfolio und verschafft uns die Größe, um den Einsatz erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen und die Energieunabhängigkeit Europas zu stärken, während wir unseren Investoren gleichzeitig starke, risikobereinigte Renditen bieten.“

Das europäische Onshore-Geschäft von Ørsted ist in Irland, Großbritannien, Deutschland und Spanien vertreten und umfasst Onshore-Wind-, Solarenergie- und Batteriespeicherprojekte. Es verfügt laut Angaben des Unternehmens über eine Betriebsleistung von 578 MW, weitere 248 MW im Bau und eine Entwicklungspipeline. Unabhängig von seinem europäischen Onshore-Geschäft besitzt und betreibt Ørsted weiterhin sein Onshore-Geschäft in den USA, das seit Oktober 2025 als eigenständiges Unternehmen geführt wird.

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Kommentare

6
Paulchen
3 monate vor
Unglaublich
Und unsere GRÜNEN Klugscheisser glauben diesem Unternehmen bzw. stehen vorbehaltlos hinter diesen Plänen.

To Much Power in the Hands of Idiots.
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A.S.
3 monate vor
"neue europäischen Unternehmensplattform"

v.s.

"unsere Energieunabhängigkeit"

Wenn man es da nicht ansatzweise leise Klingeln hört!

Wobei es darauf ankommt, wo man sich beim UNS, sieht!

Getrieben von einer scheinbaren zeitlich drängenden Notwendigkeit werden wir weitere Windmühlen am Horizont erscheinen sehen. So lange bis auch die kleinste Kommune ihre "unabhängige" Energieversorgung hat.
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7
Hans
3 monate vor
Es ist und bleibt ein wirtschaftliches Unternehmen und der geplante Umsatz auf dem Horstberg beläuft sich auf rund € 400 Mio. Das ist der wahre Grund warum hier gebaut wird und das Geschwafel was vielleicht möglicherweise an CO2 eingespart wird ist Augenwischerei. Hier geht es um ein Milliardengeschäft und die Grünen sind willige Helfer, auch wenn dabei Natur unwiederruflich zerstört wird.
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Heizer Joe
3 monate vor
Kann mal jemand das Projekt genauer dimensionieren. 8 WKA a wieviel MW pro Windrad.

Nehme ich mal 5MW und 2000 Volllastunden komme ich auf 5.000x 2.000 x 8 = 80.000.00 kWh per annum.

Bei 7.25 cent EEG wären das 5.8 Mio € pa Umsatz. Umsatz, nicht Gewinn. Und das Unternehmen sitzt im Steuerparadies Irland. Aha. Und was bekommt Hessenforst an Pacht? Ist das ein Fixbetrag ?

Bitte nochmal drüberrechnen
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1
Pietje
3 monate vor
zitiere Hans:
Es ist und bleibt ein wirtschaftliches Unternehmen und der geplante Umsatz auf dem Horstberg beläuft sich auf rund € 400 Mio. Das ist der wahre Grund warum hier gebaut wird und das Geschwafel was vielleicht möglicherweise an CO2 eingespart wird ist Augenwischerei. Hier geht es um ein Milliardengeschäft und die Grünen sind willige Helfer, auch wenn dabei Natur unwiederruflich zerstört wird.



Willkommen in der Realität! Welches Unternehmen(!) arbeitet heutzutage für den guten Zweck?? Das schaffen ja heutzutage nicht mal mehr unsere beiden großen "Volkskirchen".
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De alde Hanauer
3 monate vor
Bleibt die Frage, wie diese 400 Mio Umsatz generiert werden sollen. Bislang hat keines dieser Projekte auch nur Ansatzweise den berechneten Ertrag ergeben. Evtl. ist das den Dänen auch aufgegangen. Warum braucht man dafür Dänen, wenn es eine Bonanza ist?
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4
Peter
3 monate vor
Viele wichtige Herren, denen die Belange der Bevölkerung mit Sicherheit ziemlich egal sind.
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2
Kunkel
3 monate vor
Sehr vertrauenswürdig. War nicht vor wenigen Wochen alles in bester Ordnung?
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