Zwischen gesprochenen Texten, Liedern und projizierten Zeichnungen entsteht ein vielschichtiges Porträt eines Autors, der weit mehr war als der Schöpfer von Max und Moritz. Figuren wie die fromme Helene oder Balduin Bählamm zeigen den scharfen Humor und die sprachliche Präzision, mit der Busch menschliche Schwächen beobachtete – mal augenzwinkernd, mal erstaunlich gnadenlos.
Der Abend verbindet literarische Lesung, musikalische Interpretation und biografische Einblicke. Dabei rückt auch der Mensch Wilhelm Busch in den Mittelpunkt: seine Kindheit, sein Weg als studierter Zeichner und Maler sowie seine besondere Beziehung zu Sprache und Bild.
„Busch ist für viele ein vertrauter Name, aber seine Texte haben eine Tiefe und eine dunkle Komik, die heute noch unmittelbar wirkt. Mich interessiert besonders dieser schmale Grat zwischen Lachen und Unbehagen – genau dort entsteht eine große Nähe zum Publikum“, sagt Marcel Wagner.
Wagner ist Ensemblemitglied des Theatriums und dem Publikum aus zahlreichen Produktionen des Hauses bekannt. Darüber hinaus steht er als Teil des Comedy-Duos Leyers & Wagner seit Jahren erfolgreich auf der Bühne. Mit „Der freundliche Sadist“ widmet er sich nun einem literarischen Abend, der Humor, Musik und Erzählkunst miteinander verbindet.



