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Keiler Bier

Neugeborene Giraffe von Mutter verstoßen

Am 6. April hat die 14-jährige Netzgiraffe Edita im Frankfurter Zoo ein Jungtier zur Welt gebracht.

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Nachdem sie es nicht angenommen hat und alle Versuche der Pfleger, das Kleine mit der Flasche zu ernähren oder die weibliche Giraffe Chira als Amme zu gewinnen, gescheitert sind, musste sich der Zoo gestern dazu entschließen, das Jungtier einzuschläfern.

"Es ist traurig, solche Entscheidungen treffen zu müssen, aber es blieb uns keine Wahl“, erklärt Zoodirektor Manfred Niekisch. „Bei Edita, die selbst eine Handaufzucht ist, war die Jungtieraufzucht schon immer ein heikles Thema. Zuletzt musste das 2011 von Edita geborene Giraffen-Mädchen Bahati von Hand aufgezogen werden. Die Entscheidung zum Einschläfern war in diesem Fall ohne Alternative. Das Jungtier wäre sonst verhungert, und diese Qual mussten wir ihm ersparen.“

Nachdem zweifelsfrei klar war, dass Edita sich nicht um ihr Neugeborenes kümmern würde, hat man versucht, das Kleine der Giraffe Chira zuzuführen, die Mutter eines im Januar geborenen Bullen ist. Die – allerdings nicht sehr große – Hoffnung, dass Chira Ammenfunktion übernehmen würde, hat sich allerdings leider nicht bestätigt. Sie verhielt sich dem Neugeborenen gegenüber zwar freundlich, ließ es aber nicht trinken. Was sonst bei den Frankfurter Netzgiraffen in so einem Fall auch schon gut funktioniert hat, nämlich die Aufzucht mit der Flasche, wollte in dem aktuellen Fall nicht gelingen. „Das wichtigste in so einer Situation ist überlegtes Handeln im Sinne des Tierwohls“, so Niekisch. „Bei der so erfolgreichen Giraffenzucht im Zoo Frankfurt müssen wir leider auch einen solchen traurigen Fall hinnehmen.“

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