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Eindrucksvolles Doppeljubiläum an der Kopernikusschule

Eindrucksvolles Doppeljubiläum an der Kopernikusschule

Das Lied der Europaschulen als Geburtstagsständchen, beeindruckende Schüler-präsentationen und kurzweilige Blicke in die Geschichte: Mit einem großen Festakt hat die Kopernikusschule Freigericht dieser Tage ein Doppeljubiläum gefeiert. Seit 25 Jahren ist sie Europaschule des Landes Hessen und ihr Freundes- und Förderkreis kann auf nunmehr 40-jährige aktive Arbeit für die Schulgemeinde zurückblicken.

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Dazu waren viele nach Somborn gekommen, von ehemaligen Schulleitungsmitgliedern und Ehrengästen aus Kommunalpolitik, Ministerium und Schulamt bis hin zu zahlreichen Gästen von Partnerschulen, darunter Delegationen aus den Niederlanden, Dänemark, Italien, Großbritannien, Belgien und Norwegen. Dem Anlass angemessen konnte Schulleiter Ulrich Mayer zudem die hessische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, begrüßen. Die Europaministerin, die sich von der pädagogischen Vielfalt der Kopernikusschule als Europaschule der ersten Stunde beeindruckt zeigte, betonte in ihrer Ansprache, dass es Ziel des hessischen Europaschul-Programms sei, junge Menschen für die Idee eines gemeinsamen Europas zu begeistern und ihnen bewusst zu machen, dass die Europäische Union kein akademisches Projekt sei sondern eins, „das uns allen etwas gibt". Bereits 1992 legte das Hessische Kultusministerium das Programm auf, mit dem Schulen besonders gefördert werden, wenn sie die Europäische Dimension von Bildung, Sprachenlernen, Methodenkompetenz und Qualitätsentwicklung in ihrer Schule umsetzen und leben.

Die Kopernikusschule stellt das Thema Europa als Querschnittsprogramm in besonderem Maße ins Zentrum ihres Curriculums, beispielsweise durch besonderen Sprachenunterricht oder inhaltliche Schwerpunkte und Projekte in verschiedenen Fächern. Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen spielen im Konzept ebenso eine Rolle wie der Austausch mit Partnerschulen innerhalb und außerhalb Europas. Die Grußworte zweier langjähriger internationaler Partner verdeutlichten den europäischen Gedanken und das Netzwerk der Freigerichter Europaschule: Hans Hupperetz, Schulleiter vom Sophianum in Gulpen / Niederlande und Ejgil Marcussen vom Aalborghus Gymnasium in Aalborg / Dänemark gratulierten in perfektem Deutsch. Auch Bürgermeister Joachim Lucas und Landrat Thorsten Stolz gratulierten zum Doppeljubiläum: „Wir nehmen vieles, was die EU uns gebracht hat, heute als selbstverständlich hin", so der Landrat, der europäisches Verständnis bei jungen Menschen als wichtiges Bildungsziel bezeichnete. Nachdem Thomas Will vom Staatlichen Schulamt und Petra Pedersen vom Hessischen Kultusministerium die gute pädagogische Arbeit, die an der Europaschule geleistet werde, lobten, skizzierten die beiden ehemaligen Schulleiter Dr. Willi Müller und Anna Maria Dörr sowie die langjährige Europaschul-Koordinatorin Maria-Luise Campen-Schreiner die Anfänge beziehungsweise wichtige Meilensteine des Europaschul-Programms, das alle drei maßgeblich prägten. Alle Redner, so auch Dr. Jürgen Steiner als Vorsitzender des Schulelternbeirats, Marco Desch als Personalratsvorsitzender und Erik Borowski als Schulsprecher, hoben auch die engagierte Arbeit des Freundes- und Fördervereins hervor, der kontinuierlich dazu beigeträgt, dass die Schülerinnen und Schüler ein besonders vielfältiges und zukunftsorientiertes Bildungsangebot in einem guten Lernumfeld erhalten. Die Vorsitzende Carla Klose bedankte sich dann auch für das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Eltern sowie für die Unterstützung von nunmehr 900 Mitgliedern und verwies auf das aktuelle Projekt zum 40. Vereinsgeburtstag, der Versteigerung von 40 Schülerbildern (Infos unter www.ksf-foerderverein.de).

Dass die Kopernikusschule einerseits ein Ort der Integration für ausländische Schülerinnen und Schüler ist und andererseits das interkulturelle Lernen durch die Teilnahme an projektorientierten Austauschprogrammen in besonderem Maße gefördert wird, machten die Vorträge und Präsentationen der Schülerinnen und Schüler - zum Teil in englischer Sprache - eindrucksvoll deutlich. Ob beim Sozialpraktikum in England, in der Talente-Werkstatt, im European Youth Parliament, beim aktuellen Erasmus-Projekt „International Skills Inventory" oder bei der Feierstunde zum Volkstrauertag in der Frankfurter Paulskirche, Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Jahrgangsstufen können sich im Rahmen des Europaschul-Programms aktiv einbringen. Da auch der Fachbereich Musik eindrucksvolle Arbeit in Freigericht leistet, rundeten die Musikbeiträge der Chöre, des Mädchenensembles, der Bläserklassen-AG und der Kopernikus Winds die akademische Feier stimmungsvoll ab.

Fotos: Kopernikusschule Freigericht

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