Zudem machten sich mehrere Kisten mit Plüschtieren und anderen Spielsachen auf die weite Reise nach Rumänien.
Unter Anleitung der beiden Lehrkräfte Anita Herbert und Peter Schüler sorgten helfende Hände der Klassen G5e und R10a für das Befüllen des vom Malteser Hilfsdienst bereit gestellten Anhängers. Tatkräftige Unterstützung leisteten auch Anna Seikel und Andreas Fey, die vor zwei Jahren den Transport des Malteser Hilfsdienstes nach Rumänien begleitet hatten und noch immer erfüllt sind von ihren Begegnungen mit den Menschen in einem bis dahin für sie unbekannten Land. Beide Schüler schildern sehr engagiert die Gegensätze, die sie bei ihrem Besuch erfahren haben – Gegensätze zwischen weniger sichtbaren Wohlhabenden und deutlicher sichtbaren armen Kindern und Familien, deren Einkommen nicht ausreicht, und die oft nicht wissen, woher sie das Heizmaterial für den meist strengen Winter nehmen sollen. Und dennoch: Gerade bei diesen benachteiligten Familien erfuhren die Schüler als Gäste die allerherzlichste Gastfreundschaft.
Und so kann es nicht überraschen, dass sich alljährlich Interessenten in der Schülerschaft finden, die den Transport der Pakete und das Verteilen vor Ort begleiten möchten. In diesem Jahr wird es mindestens eine Schülerin sein, die rumänische Wurzeln hat und beide Sprachen, Deutsch und Rumänisch, perfekt spricht. Darüber freut sich auch Oberstudienrätin Anita Herbert, die durch die authentische Berichterstattung eine neue Motivation erwartet: „Es ist davon auszugehen, dass wir uns auch im kommenden Jahr wieder an der Aktion beteiligen werden, weil es weiterhin diese Bedürftigkeit unserer Mitmenschen geben wird.“
Auch in der Zeit nach dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union gibt es weiterhin bedrückende Armut, unzureichende Infrastruktur und ungenügende Verdienstmöglich-keiten für einen Großteil der Bevölkerung, und so werden die Pakete der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern wieder zahlreiche Kinderaugen zum Strahlen bringen – der schönste Lohn für die Strapazen der Reise nach Aiud in Siebenbürgen, da sind sich alle einig, die diese Reise schon einmal unternommen haben.



