Schon am Morgen herrschte geschäftiges Treiben. Schulleiterin Bianca Hundur begrüßte gemeinsam mit dem Präsidenten des Rotaryclubs Bad Orb Dr. Schmidt alle Helfer und dankte ihnen, dass sie an einem sonnigen Samstag ihre Zeit opfern, um ehrenamtlich einen Schulgarten für die Kinder der Herzbergschule anzulegen. Beate Scherer als Vorsitzende des Fördervereins bedankte sich zudem für die finanzielle Unterstützung des Rotary Clubs, die das Projekt mit 1000€ für Pflanzen, Erde und ein neues Gewächshaus unterstützen. Anschließend begannen die Helferinnen und Helfer die Hochbeete vom Dorfplatz in den Schulgarten umzu-setzen. Mit vereinten Kräften wurden diese geleert, die Erde gesiebt, abgebaut und schwere Elemente verladen, transportiert sowie an ihrem neuen Platz fachgerecht ausge-richtet. Alle Beete wurden direkt wieder mit frischer Erde aufgefüllt und teilweise schon bepflanzt, sodass erste grüne Akzente das Gelände zierten.
Besonderes Augenmerk galt der Anlage einer „Naschstraße“: In einem Streifen des Gartens setzten die Ehrenamtlichen verschiedene Beerensträucher — Himbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren — in einer Reihe, die Kinder künftig zum Naschen und Beobachten einlädt. Die Naschstraße und die neue Erdbeerpyramide soll nicht nur Freude bereiten, sondern auch als Lernort dienen, an dem Schülerinnen und Schüler Wachstum, Ernte und gesunde Ernährung praktisch kennenlernen.
Kreative Upcycling-Ideen verliehen dem Garten zusätzlichen Charme: Aus den alten Holzpaletten, die bisher unter den Hochbeeten angebracht waren, entstanden Sitzmöbel, die nun als gemütliche Lese- oder Ruheplätze dienen. Praktische Lösungen wurden ebenfalls umgesetzt: Mehrere Wasserfässer wurden an die Regenrinne der Schule angeschlossen und sorgen fortan für eine nachhaltige Bewässerung der Pflanzen — ein Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen und ein Anschauungsobjekt für umweltbe-wusstes Handeln.
Der Action Day, der ein weltweites Projekt aller Rotarier Clubs ist, zeigte eindrucksvoll, wie viel sich erreichen lässt, wenn Menschen unterschiedlichster Generationen zusammenarbeiten. Kinder buddelten mit Feuereifer, Eltern und Großeltern halfen beim Pflanzen und beim Aufbau, und die Rotarierinnen und Rotarier organisierten Material, Werkzeuge und der Förderverein sowie einige Eltern besorgten die Verpflegung. Zwischen Arbeitspausen entstanden lebhafte Gespräche, und die gemeinsame Leistung wurde mit einem kleinen Imbiss gefeiert.
Schulleitung, Lehrkräfte und das pädagogische Personal zeigten sich erfreut über das Ergebnis: Der neue Schulgarten wird künftig Unterrichts-projekte und das Ganztagsangebot bereichern, als Rückzugsort dienen und die Schulgemeinschaft stärken. Auch der Rotary Club Bad Orb betonte die Bedeutung solcher lokalen Aktionen: Engagement vor Ort schaffe sichtbare Mehrwerte und fördere das Miteinander. Was an diesem Samstag begonnen wurde, wird über die kommenden Jahre weiterwachsen — im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Der Schulgarten ist ein greifbares Zeichen dafür, dass gemeinschaftliches Engagement kleine Räume in Orte der Begegnung, des Lernens und der Natur verwandeln kann.










