Über 900 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell das Schulzentrum. Insgesamt hat es 41 Klassen der Haupt- und Realschule. Für die Zukunft ist jedoch Großes geplant: Das Schulzentrum Hessen-Homburg wird zu einer kooperativen Gesamtschule mit einer gymnasialen Oberstufe. Doch nicht nur die künftige Oberstufe ist ein Thema von Relevanz, sondern auch der Hauptschulzweig. Nach Angaben der Schulleitung ist dieser gefragt und ausgelastet. Eine Besonderheit bei der Erlangung des Hauptschulabschlusses am Schulzentrum ist das Angebot einer sogenannten „PUSCH“-Klasse. Ausgeschrieben ist dies die Abkürzung für „Praxis und Schule“. Dabei besuchen Schülerinnen und Schüler an drei Tagen der Schulwoche normal den Schulunterricht und an den verbleibenden zwei Tagen einen festen Betrieb. Dadurch wird Schülerinnen und Schülern die einzigartige Möglichkeit gegeben, Ausbildungs- und Praxiskompetenzen zu erlangen.
Ein laut der Schulleitung besonders wichtiges Thema am Schulzentrum ist die Berufsorientierung. Für die Haupt- und Realschülerinnen und -schüler sei es essenziell, Einblick in die verschiedenen Berufe zu erhalten und dabei möchte sie das Schulzentrum unterstützen. Jährlich findet deshalb eine vom Schulzentrum selbst organisierte Berufsmesse statt, bei der verschiedene Betriebe den Schülerinnen und Schülern ihre Arbeit präsentieren. Für die Weiterentwicklung des Schulzentrums zum Modell einer kooperativen Gesamtschule (KGS) gibt es schon klare Visionen von Seiten der Schulgemeinde, des Staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis und dem Schulträger. Da die Schülerzahlen an der Schule steigen werden, wird der Bau eines neuen Schulgebäudes geplant. Dieses wird am Schulstandort im Stadtteil Lamboy angesiedelt.
Die Schulleitung betont, dass in diesem neuen Gebäude alle Bildungsgänge untergebracht werden. Wenn man Haupt- und Realschülerinnen und -schüler von denen des Gymnasiums trennen würde, würde das dem Konzept einer KGS entgegenlaufen. Lennard Oehl, SPD-Bundestagsabgeordneter für Hanau, sagte zum Besuch beim Schulzentrum: "Es freut mich, dass das Schulzentrum Hessen-Homburg in das Startchancen-Programm für Schulen in besonders herausfordernden Lagen aufgenommen wurde. Das Startchancen-Programm ist das wichtigste bildungspolitische Projekt der Bundesregierung und mit einem Volumen von insgesamt 20 Milliarden Euro das größte Programm seiner Art. Das Besondere daran ist, dass die Mittel zum ersten Mal nach sozialen Kriterien an Schulen verteilt werden und so einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. Ich freue mich, dass ich beim Besuch des Schulzentrums Hessen-Homburg einen Einblick erhalten habe, wie diese Mittel verwendet werden sollen, um die Schule zukünftig weiterzuentwickeln".
Nach dem Besuch erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Ute Schwarzenberger: „Für den Bau werden wir als Schulträger nach dem gemeinsamen getragenen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 39 Millionen Euro in diese dann größte Schule Hanaus investieren, das ist eine großartige Entwicklung. Wir werden uns weiterhin kommunalpolitisch gemeinsam mit SPD-Bürgermeister und Bildungsdezernent Dr. Maximilian Bieri für die Schule und ihren Fortschritt einsetzen."


