"Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und insbesondere ehrenamtlichen Einsatzkräften, die sich mit großem Engagement an diesem anspruchsvollen Einsatz beteiligt haben", so Hemsley weiter. Auf einer Fläche von rund drei Hektar brannte Wald, der teilweise mit Munition aus vergangenen Zeiten belastet war. Aufgrund der starken Hitze detonierten sogar vereinzelt Kampfmittel, sodass eine direkte Brandbekämpfung nicht mehr möglich war. Aus Sicherheitsgründen musste die nahegelegene Ortschaft Traisen mit rund 600 Einwohnern vollständig evakuiert werden.
Bereits am Samstag, 27. Juni, wurde Hendrik Frese, Amtsleiter der Hanauer Feuerwehr, als Fachberater an die Einsatzstelle entsandt, um die Einsatzmöglichkeiten der Einheit "Spezielle Fähigkeiten" sowie des Kreisregner-Systems, das eine großflächige und kontinuierliche Bewässerung ermöglicht und insbesondere in schwer zugänglichem Gelände eingesetzt wird, zu bewerten. Nach seiner Lageeinschätzung wurde die Feuerwehr Hanau noch am selben Tag offiziell angefordert. Daraufhin rückten Einsatzkräfte der Einsatzabteilung Hanau-Mitte sowie der Einheit "Spezielle Fähigkeiten" nach Rheinland-Pfalz aus, um mit ihrem Löschroboter "Wolf" zu unterstützen. Bis zum Morgen des Sonntages waren die Hanauer Kräfte zunächst im Einsatz.
Am Montag, 29. Juni, erfolgte in den Morgenstunden eine erneute Alarmierung. Diesmal wurden die Einheit "Spezielle Fähigkeiten" sowie das Waldbrand-Tanklöschfahrzeug der Einsatzabteilung Steinheim erneut nach Rüdesheim entsandt. Gemeinsam mit der Feuerwehr Vechta, die ebenfalls über eine Fachgruppe Robotik verfügt, unterstützten die Hanauer Einsatzkräfte die örtliche Einsatzleitung beim Schutz der evakuierten Ortschaft Traisen. Sie legten einen Schutzstreifen um die Ortschaft an und trugen so entscheidend dazu bei, die Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Die Hanauer Feuerwehr war bis in die späten Abendstunden im Einsatz und trat gegen 23 Uhr die Rückfahrt an.
Ob weitere Unterstützung durch die Feuerwehr Hanau erforderlich wird, entscheidet die zuständige Einsatzleitung vor Ort in den kommenden Tagen. "Dank unserer modernen technischen Ausstattung, wie dem Löschroboter ‚Wolf‘, den wir als erste Feuerwehr Deutschlands im Einsatz hatten, können wir auch unter außergewöhnlichen Bedingungen wirksam helfen, ohne unsere Einsatzkräfte unnötigen Gefahren auszusetzen. Gleichzeitig hat der Einsatz eindrucksvoll gezeigt, wie gut ausgebildet und einsatzbereit unsere Feuerwehr ist. Egal ob in Hanau, oder deutschlandweit", lobt Hemsley abschließend.
Der Hanauer Löschroboter "Wolf R1" bei seinem Einsatz in Rheinland-Pfalz. Quelle: Feuerwehr Hanau
Der Hanauer Löschroboter "Wolf R1" (vorne) und der Löschroboter der Feuerwehr Vechta vom Typ "Super Wolf" unterstützten die Löscharbeiten in der Nähe von Bad Kreuznach. Quelle: Feuerwehr Hanau




