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Nidderau: Alptraum an Wertstoffsammelstelle

Nidderau: Alptraum an Wertstoffsammelstelle

Zur Situation an der Wertstoffsammelstelle in Nidderau äußert sich VORSPRUNG-Leser Hans-Joachim Klöppel in seinem Leserbrief.

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"Ich habe am Mittwoch, 17.06.2026, ab 14:35 Uhr in Nidderau-Heldenbergen in der Warteschlange zu der neuen Wertstoffsammelstelle in Nidderau-Heldenbergen gestanden, um einige Kartonagen zum Entsorgen zu bringen. Leider musste ich circa 50 Minuten anstehen, um auf den Hof der neuen Wertstoffsammelstelle zu kommen. Mir tun die Mitarbeiter/innen der Wertstoffsammelstelle leid, die den Unmut der Wartenden abbekommen haben. Die Mitarbeiterin, die am Eingang die Einfahrt koordiniert, erweckte den Eindruck, dass sie einem sehr hohen Stresslevel ausgesetzt ist und sich nur schwerlich den verbalen Attacken der einfahrenden Bürger/innen erwehren konnte. Sie können für eine verfehlte Planung ja nichts, da andere hierfür die Verantwortung übernehmen müssen und auch sollten.

Ich kann mich noch an eine Diskussion im Magistrat, ich war damals Stadtrat im Magistrat der Stadt Nidderau (ich habe aber das Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen müssen) erinnern, als das Thema Wertstoffsammelstelle auf der Tagesordnung stand. Schon damals haben einige Stadträte und auch ich im Magistrat der Stadt Nidderau auf die Problematik der Zufahrt hingewiesen.

Tatsache ist, dass durch die Warteschlange, die sich bis zur Philipp-Reiss-Straße 3 hinzog, der fließende Verkehr in der Philipp-Reiss-Straße massiv beeinträchtigt wurde. Besonders im Bereich der Firmenausfahrten von Fa. Wolf und Fa. Greiner kam es durch die ein- und ausfahrenden schweren Firmen-LKW zu einigen 'beinah Unfällen'. Die Reaktion der Wartenden war auch entsprechend. Einige wartenden Bürger/innen äußerten schwere verbale Attacken gegenüber der Stadtverwaltungsspitze.

Als Betroffener kann ich den Unmut der Bürger/innen voll und ganz nachvollziehen. Allein die Tatsache, dass ich in den 50 Minuten des Wartens ungezählte Anlassen und Abstellen meines Autos durchführen musste, widerspricht einer umweltschonenden Fahrweise. Das ist bestimmt nicht im Sinne des 1. Stadtrat und Kämmerers Rainer Vogel, der bekannterweise ja der Bündnis 90/ DIE GRÜNEN-Partei in Nidderau angehört und vehement sich dem Umweltschutz verschrieben hat. Mit der Anfahrt zur neuen Wertstoffsammelstelle hat 1. Stadtrat und Kämmerer Rainer Vogel dem von ihm geforderten Umweltbewusstsein einen Bärendienst erwiesen. Wie auch schon bei der 'Schlangenbrücke' muss man über das Umweltbewusstsein der Bündnis 90/ DIE GRÜNEN-Partei in Nidderau nur mit dem Kopf schütteln. Das Zitat von Professor Carlo Schiller von 1972: ‚Wer Macht hat, will Macht behalten und diese nutzen!‘ Zitatende, ist überdeutlich bei der Bündnis 90/ DIE GRÜNEN-Partei in Nidderau festzustellen. Nun ja; in den nächsten 4 ¾ Jahren müssen wir wohl mit diesem Zustand leben.

Als interessierter Bürger von Nidderau würde ich gerne mal wissen, was uns die Wertstoffsammelstelle gekostet hat und was sie uns jährlich an Unterhaltungs- und Personalkosten aufbürdet. Ich befürchte aber, dass 1. Stadtrat und Kämmerer Rainer Vogel hier wieder Argumente findet um die Bürger/innen im Unklaren zu lassen. Seine übliche Theatralik bei unangenehmen Fragestellungen. Ein erboster Bürger hat den Vorschlag gemacht, dass man die Wertstoffsammelstelle durch die Fa. Weisgerber Umweltdienste auf deren Gelände betreiben könnte. Das jetzige Gelände wäre dann auf dem Immobilienmarkt zu veräußern. Diesen Vorschlag sollte man aufgreifen und diskutieren. Vielleicht wäre das eine wirtschaftliche und verkehrstechnische Alternative, sofern man das möchte.

Tatsache ist, dass dieser verkehrstechnische Alptraum kurz- und mittelfristig keinen Bestand haben dürfte. Die Unfallgefahren stehen in keinem Verhältnis zu dem ökonomischen und umweltbewussten Nutzen der neuen Wertstoffsammelstelle."

Hans-Joachim Klöppel
Nidderau

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