Für die Organisatoren aus den Reihen des Lokalen Bündnisses für Familien eine sehr erfreuliche Bilanz der Premiere, die nicht nur den 15 Jugendlichen Spaß machte, sondern auch ihre berufstätigen Eltern entlastete, die ihre Söhne und Töchter gut versorgt wussten.
Die Hanauer Fun-Woche richtete sich an die zwölf- bis 15-jährigen Kinder der Beschäftigten der zehn beteiligten Unternehmen und Organisationen. Mit dabei waren die Stadt Hanau, Evonik Industries, Schwab Versand, Umicore, Sparkasse Hanau, Hanauer Straßenbahn, Stadtwerke Hanau, Deutscher Gewerkschaftsbund, Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Agentur für Arbeit. Sie alle arbeiten im Lokalen Bündnis für Familien mit, einem Zusammenschluss von mehr als 30 Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Kirchen, die sich seit 1998 für ein familienfreundliches Hanau engagieren.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der auch Schirmherr des Lokalen Bündnisses ist, freut sich über den Erfolg des Projektes. "Es zeigt die positiven Effekte, die unser Hanauer Netzwerk erzielen kann. Die beteiligten Unternehmen haben zur Familienfreundlichkeit des Standorts beigetragen und lokale Verantwortung übernommen, ohne vorher zu wissen, ob die eigenen Beschäftigten dieses Angebot nutzen würden. Das positive Ergebnis gibt uns Recht." Die Fun-Woche sei ein weiterer Baustein, der berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtere. Hanaus Frauenbeauftragte Imke Meyer lobt besonders die tatkräftige Unterstützung durch den DGB-Vorsitzenden Alexandre da Silva. Die Räumlichkeiten des DGB waren das Basislager für die Jugendlichen, wo sie morgens zusammenkamen, um gemeinsam in den Tag zu starten und ihn auch dort wieder zu beenden.
Ausgearbeitet wurde das Ferienprogramm von den beteiligten Unternehmen. Bei Evonik konnten die jungen Leute unter dem Motto "Stimmt die Chemie" ausprobieren, ob sie Teamplayer sind. So musste bei einem Spiel ein imaginärer Fluss mit Hilfe weniger Holzbretter überquert werden. In allen Spielen standen Kommunikation und das Entwickeln von Lösungsansätzen im Vordergrund. Die Jugendlichen hatten sichtlich Spaß, eigene Wege zu finden und sich auf die phantasievollen Szenarien einzulassen.
Das städtische Umweltzentrum und die Tourismus-Abteilung schickten die Gruppe auf die Jagd nach Mister X und mit Hilfe von GPS auf die ökologischen Spuren in der Innenstadt. Sie lernte dabei die gut ausgebaute Infrastruktur Hanaus kennen und erfuhr, was in den Straßen und Grünanlagen kreucht und fleucht und wie sich Tiere und Pflanzen anpassen, um zu überleben. Bei der Sparkasse erfuhren die Zwölf- bis 15-Jährigen Interessantes über den Umgang mit sozialen Netzwerken. Beim DGB ging es um Rassismus und couragiertes Handeln. Einen Besuch im Waldseilpark in der Alten Fasanerie in Klein-Auheim hatten die IHK und die Arbeitsagentur organisiert, die Besichtigung des Radiosenders FFH das Frauenbüro. Die Kooperationspartner, die das Programm nicht aktiv gestalteten, unterstützten die Fun-Woche finanziell. Für das kommende Jahr plant das Lokale Bündnis eine Fortsetzung des Herbstferienangebots, möglicherweise sogar eine Ausweitung um eine zweite Woche.



