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Mit Wasserhochdruck wird in Fußgängerzonen der Taubenkot entfernt

Mit Wasserhochdruck wird in Fußgängerzonen der Taubenkot entfernt

Den Taubenkot auf dem Pflaster von Fußgängerzonen lässt der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) nun mit Hochdruck-Flächenreinigung ohne Chemikalieneinsatz bekämpfen.

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Die örtliche Firma SM-Service ist einmal wöchentlich mit rotierender Bürste und Wasserdruck in der Nürnberger Straße und Salzstraße bis zur Hirschstraße und in der Rosenstraße insbesondere in der Nähe von Bäumen und Pflanzbeeten im Einsatz. Zudem säubern Thorsten Lotz und David Kiesel das Altstadt-Modell an der Ecke Marktstraße/Freiheitsplatz.

"Der Wunsch nach mehr Sauberkeit zählt zu den häufig geäußerten seitens der Bürgerschaft", weiß Stadtrat Thomas Morlock. Das habe sich beim Bürgerwochenende Ende März wieder gezeigt. "HIS ist das Problem Taubenkot schon länger bewusst", sagt Betriebsleiter Markus Henrich. Frühere Versuche, die Tauben beispielsweise mit bunten, raschelnden Lampions in den Bäumen abzuschrecken, fruchteten nicht. Der HIS-Auftrag an SM Service besteht seit 2018. "Mit unserem Personalstand allein schaffen wir das in der wachsenden Stadt mit zunehmend wildem Müll an vielen Stellen nicht", erklärt Stadtrat Morlock.

Im November vergangenen Jahres reinigte SM Service zweimal, ehe es zu kalt wurde für Einsätze mit Wasser. Seit April sind die Pflastersäuberer wieder am Werk. "Hoher Wasserdruck reicht, um den Taubenkot zu beseitigen. Wir brauchen nur in Ausnahmefällen ein wenig Spülmittel", sagt Marc Hampel, zuständiger Abteilungsleiter bei SM Service. Nach seiner Erfahrung hat jedoch die Menge des Taubenkots im Laufe dieses Sommers zugenommen. Und er sieht einen Zusammenhang damit, dass in den Beeten und Baumscheiben der drei zu reinigenden Straßen regelmäßig Körnerfutter für die Tiere gestreut werde.

"Das gegen das bestehende Verbot ausgebrachte Futter stammt offenkundig von ein und demselben Menschen, der regelmäßig früh morgens unterwegs ist", erläutert HIS-Leiter Henrich. Die Folge davon sei "nicht nur ein Mehr an Verschmutzung, sondern auch das Verunstalten der von uns gestalteten Blumenbeete". Stadtrat Morlock verweist darauf, dass 2020 in der Innenstadt ein Taubenhaus gebaut werden soll, wie es eines im Hafen schon gibt. Dort werde nicht nur die Vermehrung der Tiere mit Ei-Attrappen reguliert, dort werde ihnen auch gutes Körnerfutter angeboten, das sich unterschiede von Essensresten und Kino-Popcorn, das den Tieren häufig schade. Mit dem Taubenhaus erfülle die Stadt einen lange gehegten Wunsch des Hanauer Tierschutzvereins.

Foto: Thorsten Lotz (links) und David Kiesel von SM-Service im Reinigungseinsatz.
Foto: Taubenkot auf dem Pflaster der in der Nürnberger Straße direkt an den Fahrradbügeln.
Foto: In der Salzstraße vor der Reinigung.
Foto: In der Salzstraße nach der Reinigung.
Fotos: Stadt Hanau

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