Der Abend beginnt mit einem Aperitif im neu eröffneten Museumscafé, bevor es weiter geht zur Führung mit dem Titel „Maler, Tuchmacher, Kaufleute - Die Gründung der Hanauer Neustadt“. Museumsdirektorin Dr. Katharina Bechler nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine spannende Reise in die Vergangenheit und beleuchtet einen elementaren Teil der Hanauer Geschichte.
Die niederländischen und wallonischen Glaubensflüchtlinge, die sich unter Graf Philipp Ludwig ab 1597 in Hanau ansiedeln konnten, brachten der Stadt wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Mit der Gründung der Hanauer Neustadt begann ein bahnbrechender wirtschaftlicher, künstlerischer und kultureller Aufschwung für Hanau, denn die Flüchtlinge kamen aus den wirtschaftlich und kulturell hoch entwickelten Niederlanden. Nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes folgten den calvinistischen Glaubensflüchtlingen Hugenotten aus Frankreich. Die Stadt zog viele Handwerker, wie Gold- und Silberschmiede, Tuchweber und Hutmacher an. Es entstanden zahlreiche Manufakturen, die Luxusgüter fertigten. 1661 wurde die erste und älteste deutsche Fayencemanufaktur in Hanau gegründet.
Die verkehrsgünstige Lage der Stadt an internationalen Handelswegen und am Fluss machte die Stadt für die Bürger der Hanauer Neustadt besonders attraktiv. Aufgrund der begrenzen Plätze wird empfohlen sich anzumelden unter museen@hanau.de oder telefonisch unter 06181 295-1799 Der Preis beträgt neun Euro, ermäßigt sieben Euro (inkl. Eintritt, Führung und Getränk im Museumscafé).
Nächster Termin der Reihe „WissensDurst“: Donnerstag,7. Mai, 18 Uhr, Moritz Daniel Oppenheim und jüdisches Leben in Hanau, mit Dozentin Therese Herrmann. Weitere Termine gibt es im Veranstaltungskalender der Stadt Hanau unter www.museen-hanau.deund auf Facebook „Städtische Museen Hanau“.
Foto: Dr. Katharina Bechler (1.v.l.) bei einer Führung durchs Museum von Schloss Philippsruhe.



