Dort informierte sich Lenz bei Vertretern des Elternbeirates, bei Erzieherinnen sowie der Leitung und dem Verwaltungsrat über Erfahrungen der beiden katholischen Kitas auf dem Weg zum Familienzentrum. „Das Land Hessen fördert Einrichtungen wie die Kita St. Josef und die KiTa Don Bosco finanziell, damit diese die Familien in ihrem jeweiligen Lebenszusammenhang unterstützen und begleiten können. Ein Konzept, dass in beiden Einrichtungen außerordentlich gut umgesetzt wird“, so der Landtagsabgeordnete.
Das Hessische Sozialministerium stellt jährlich Mittel in Höhe von rund 1 Million Euro zur Verfügung, mit denen insgesamt 99 Familienzentren in ganz Hessen gefördert werden. Mit einer derzeitigen Förderung von fast 10.000 Euro in 2012 und der Aussicht auf 12.000€ pro Jahr in den Folgejahren wird in den Einrichtungen konkret die Leitung insofern entlastet, als dass die dadurch gewonnene Zeit gezielt für das "Projekt Familienzentrum" verwendet werden kann. So werden mit den finanziellen Fördermitteln Schulungs- und Beratungsmaßnahmen für Eltern und familienbezogene Angebote ermöglicht, die inhaltlich durch den Diözesancaritasverband Mainz ergänzt werden.
„Unser Weg zum Familienzentrum zeichnet sich besonders dadurch aus, dass mit jedem Kind gleich die gesamte Familie mit aufgenommen wird und so eine Entwicklung einer ganzheitlich familienorientierten Haltung entsteht. Zielsetzung ist es, dass Eltern konkrete Probleme aufgreifen, die dann im erweiterten Kreis bis hinein in öffentliche Veranstaltungen besprochen und diskutiert werden können. Ganz wichtig ist dabei der Dialog mit den Eltern, aus dem heraus sich gemeinsame Angebote entwickeln. Dies sind alles Projekte, die wir ohne die Förderung des Landes nicht ermöglichen könnten“, so die Leiterinnen Regina Rachor-Blum von Don Bosco und Dagmar Gebhard von St. Josef.
Die jüngste Veranstaltung in diesem Rahmen behandelte das Thema „Kinder inspirieren statt kritisieren.“ „Eine Zusammenkunft, die von Seiten der Eltern sehr gut angenommen wurde und uns zeigt, dass die Thematik eine wichtige Stellung im Leben der Familien darstellt“, erläuterte Pfarrer Olaf Schneider gegenüber Aloys Lenz. Die Veranstaltungsreihe ist für alle Interessierten auch außerhalb der Stadtteilgrenzen gedacht und wird durch die Förderung des Landes Hessen unentgeltlich angeboten. Dadurch soll eine positive Wirkung in den ganzen Sozialraum hinein ermöglicht werden.
Die katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul unterhält die beiden Kindertagesstätten „Don Bosco“ und „St. Josef“ in Klein-Auheim. Ein Projektplan erläutert die Teilnahme der katholischen Familienzentren des Bistums Mainz am Programm des Landes Hessen. Die Idee, nicht mehr nur mit Kindern sondern mit den Familien zu arbeiten, wurde geboren aus der Erfahrung einen zunehmenden Wandels der Situation der Familien und ihrer Erziehungserfahrungen sowie zu beobachtende Veränderungen des Werteverständnisses und der verschiedenen Familienstrukturen. Das Konzept der Kirchengemeinde soll die Einbindung der unterschiedlichen Erziehungserfahrungen der Eltern ermöglichen.
Ein weiteres, bemerkenswertes Konzept der Kitas von St. Peter und Paul, so erfuhr Lenz, ist der enge Kontakt zur Grundschule. Dabei besteht keine Trennung von Kita und Hort, sondern eine Kombination aus beidem, die Kinder, Eltern und auch die Kitaleitung sehr schätzen. „Die Eltern selbst sind sehr froh sich einbringen und so Hintergründe rund um die Erziehung der Kleinsten unserer Gesellschaft genauer erfahren zu können. Ergänzt wird dieses Angebot auch über den gewählten Elternbeirat und gezielte Elternbefragungen. Das Ergebnis sind engagierte Eltern die mitmachen und dabei Vorgaben optimieren aber auch hinterfragen. Somit entsteht ein Gewinn für beide Seiten zum Wohle der Kinder“, betonte der Elternbeirat.
„Mit den Familienzentren schaffen und unterstützen wir ein aktivierendes Angebot für die Familien in Hessen und ganz konkret auch vor Ort in Klein-Auheim. Ich freue mich sehr, dass die Kindertages Einrichtungen von St. Peter und Paul auf dem Weg zum Familienzentrum finanziell gefördert werden und somit auch weiterhin ihr gutes Angebot rund um das gesamte Familienleben zur Verfügung stellen kann“, so Aloys Lenz abschließend.



