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Mittelbuchen: Schnelles Internet für 600 Kunden ein Gewinn

Mittelbuchen: Schnelles Internet für 600 Kunden ein Gewinn

Seit Anfang 2013 steht in Mittelbuchen aufgrund der Initiative des Main-Kinzig-Kreises ein schnelles Breitbandnetz zur Verfügung.

Bis dahin war kein Anbieter bereit, den Hanauer Ortsteil an das digitale Netz anzuschließen. Inzwischen nutzen rund 600 Kunden, das sind 27 Prozent der Haushalte, das Glasfasernetz der Breitband Main-Kinzig GmbH und sind Kunden des Telekommunikationsanbieters M-net. Daher zeigt sich die Geschäftsführerin der Breitband GmbH, Sibylle Hergert, sehr überrascht von der Darstellung aus dem Ortsbeirat, der Wechsel würde „erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwand“ bedeuten.  „Die Prozesse für einen Anbieterwechsel sind in Deutschland klar reguliert und laufen unkompliziert ab“, erläutert sie. So sorgt in der Regel der neu gewählte Dienstleister im Sinne seines Kunden für  einen einwandfreien Übergang. Diese Erfahrung können inzwischen rund 25.000 zufriedene Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis bestätigen.

In Mittelbuchen bedeutet der Anschluss an das kreiseigene Netz häufig sogar eine deutliche Verbesserung. „Gerade die relativen Kosten fallen geringer aus, da die Nutzer dann oftmals mehr Bandbreite für weniger Geld erhalten“, sagt Hergert. Denn die Versorgung seitens der Telekom liegt hier bei maximal 3-6 Mbit pro Sekunde. Die M-net bietet allerdings bis zu 50 Mbit an. Die Breitband Main-Kinzig GmbH könnte technisch ohne großen Aufwand sogar bis zu 100 Mbit zur Verfügung stellen, doch dieser Schritt wird derzeit noch von den europäischen Regulierungsbehörden ausgebremst. Für die meisten Anwendungen reichen ohnehin die derzeitigen Geschwindigkeiten aus, denn bereits mit 25 Mbit pro Sekunde lassen sich Filme in Ultra-HD-Qualität bequem runterladen.

Wie Sibylle Hergert abschließend betont, wollte die Telekom noch vor zwei Jahren hier explizit nicht ausbauen. Auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat daher in der Vergangenheit immer wieder bestätigt, dass ohne das Projekt des Kreises und ohne den Anschluss von Mittelbuchen und Klein-Auheim auch kein Ausbau der Telekom für die weiteren Stadtgebiete stattgefunden hätte. Erst im Wettbewerb – unter anderem mit Unitymedia – entstand die Motivation, hier ebenfalls aktiv tätig zu werden.

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