"Haben Sie sich eigentlich schon mit dem Auenkonzept der Stadt Nidderau auseinandergesetzt, das die Stadtverordnetenversammlung am 01.12.2022 beschlossen hat? Neben der Renaturierung mit einer Art Lehrpfad rund um die Aue plant die Stadt auch die Versiegelung des Wiesenweges unterhalb des Heldenberger Bahnhofs und eine Stahlbetonbrücke (ca. 3-4m breit, ca. 2m über der Aue, ca 250m lang) vom Sportplatz der Bertha-von-Suttner-Schule auf die gegenüberliegende Seite. Die Gesamtkosten werden mit bis zu ca. 4.5 mio EUR veranschlagt, allein die Brücke soll bis zu ca. 2.5 Mio EUR kosten. Die  Preise sind dem auf der Homepage der Stadt Nidderau veröffentlichten Konzept von November 2021 entnommen (dort Seite 76). Die Stadt rechnet mit Fördergeldern, aber auch diese sind i.d.R. Steuergelder.

Im Rahmen der Planung für den neuen Kindergarten in Alle Mitte rechnet die Stadt mit Baumehrkosten in Höhe von 20-30%, insbesondere aufgrund der in 2022 angezogenen Stahlkosten (entnommen den Sitzungsunterlagen für die Sitzung am 16.01.2023 des Ausschusses für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Klimaschutz).  Die Schätzung der 20-30% scheinen realistisch zu sein, denn dem Hanauer Anzeiger war am 11.10.2023 zu entnehmen, dass die von der Stadt Schöneck geplante Kläranlage ebenfalls 30% teurer als ursprünglich geplant veranschlagt wird. Die Begründung lautet auch hier "explodierende Baukosten in 2022". Diese 20-30% werden sich wohl auch auf die geplante Brücke über die Nidderauen auswirken. Dann werden aus 2,5 Millionen Euro schnell 3,25 Millionen Euro.

Es gibt aktuell eine Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren initiiert von Frau Antonia Gutberlet und Herrn Michael Reis. In diesem wird im wesentlichen ein Bürgerentscheid gefordert. In dem Bürgerentscheid soll darüber abgestimmt werden, dass die Renaturierung der Aue (inklusive der Hinweisschilder für den Lehrpfad) wie beschlossen umgesetzt wird, aber dass die Brücke und die Versiegelung der Wege ablehnt wird. Wir sind der Meinung, dass die Bürger über dieses Großprojekt abstimmen sollen. Im Rahmen der Unterschriftensammlung habe ich festgestellt, dass viele Nidderauer und Nidderauerinnen das Projekt nicht kennen oder eine deutlich andere Vorstellung von der Brücke haben. Da das Konzept nicht leicht auf der Homepage der Stadt zu finden ist, schicke ich einen Linke auf die Seite der Stadt mit. Seite 34 (Lageplan) und die Seiten 36-40 (Beispiel für den Brückenentwurf) sind sehr aussagekräftig in Bezug auf die Brücke.

Wenn Sie auch der Meinung sind, dass die Bürger über dieses Projekt entscheiden sollen, bitte ich Sie um Ihre Unterschrift. Bitte kontaktieren Sie dann die Co-Initiatorin des Bürgerbegehrens, Frau Antonia Gutberlet, Kellerberg 10, 61130 Nidderau, Tel: 06187-9318996, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir bringen Ihnen dann Unterschriftslisten vorbei. Eine on-line Teilnahme ist bei einem Bürgerbegehren nicht möglich. Mit der Unterschrift legt sich noch niemand fest, ob er oder sie für oder gegen die Brücke ist, sondern nur, ob er oder sie für oder gegen die Bürgerbeteiligung ist. Die Unterschriften werden bis zum 22.01.2023 bei der Adresse von Frau Gutberlet gesammelt.

Das "Grobkonzept zur Aufwertung und Beruhigung der Nidderaue" finden Sie auf der Homepage der Stadt Nidderau unter: https://rim.ekom21.de/nidderau/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZfxCqPARSOVpTnFzrzN9Qy5S3LL3RByocZNNsFnZrOZ8/Konzept_zur_Aufwertung_und_Beruhigung_der_Nidderaue.pdf?fbclid=IwAR2R9dRJj5fHNsHlokqktKJ7r3h4_KyUb-mLlWrDpLREtMwwqS_rfRPPBwg

Informationen zu dem Bürgerbegehren finden Sie unter: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-unsere-nidderaue."

Antje Hoops
Nidderau

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