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Gelnhäuser Synagoge: Kein glücklicher Zufall

Gelnhäuser Synagoge: Kein glücklicher Zufall

Auf den Beitrag "Gelnhausen: Jüdisches Leben sichtbar machen" reagiert VORSPRUNG-Leser Dirk Säufferer mit diesem Leserbrief.

"Die Pressemitteilung aus dem Gelnhäuser Rathaus 'Jüdisches Leben sichtbar machen' las ich mit großer Erschütterung. Glaubt der Urheber dieser Pressemitteilung ernsthaft, die Gelnhäuser Synagoge sei im November 1938 deshalb "gerettet" worden, weil sie ein nicht-jüdischer Kaufmann in Obhut genommen hat? Richtig und auch allgemein bekannt ist: Die Nazis machten sich in den damals 'roten Hochburgen' besonders breit und vertrieben bis Anfang November 1938 alle Juden aus Gelnhausen. Die Synagoge entweihten sie bereits vor dem 9. November 1938. Nur deshalb wurde sie als Lagerraum genutzt. Dieses Schicksal teilten die Gelnhäuser Juden und ihre Gotteshäuser mit denen in Wächtersbach und Bad Orb. Von einem 'glücklichen Zufall', wie der Schreiber der Pressemitteilung anscheinend glauben machen will, kann keine Rede sein."

Dirk Säufferer
Gelnhausen

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Kommentare

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Walter Streb
2 jahre vor
Tatsächlich gerettet wurde zum Beispiel die Somborner Synagoge duch das beherzte und tatkräftige Einschreiten des damaligen Somborner Bürgermeisters.
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Herrmann
2 jahre vor
http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_109/12_Hanke_Juden%20in%20Gelnhausen%201933-1938.pdf
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