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Grundsteuererhöhung in Linsengericht: Offenbarungseid

Grundsteuererhöhung in Linsengericht: Offenbarungseid

Die geplante Grundsteuererhöhung in Linsengericht kommentiert VORSPRUNG-Leser Erwin Stanzel in seinem Leserbrief.

"Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Wie der Lokalpresse zu entnehmen ist, hat der Bürgermeister der Gemeinde Linsengericht die Bürgerinnen und Bürger mit einer Art Offenbarungseid auf eine Erhöhung der Grundsteuer vorbereitet. Nicht, dass diese Mehreinnahmen etwa für den Straßenausbau verwendet werden sollen, nein, er begründet dies mit Pflichtaufgaben, die zu erfüllen seien.

Nun kann man sicherlich darüber streiten, ob alle Großprojekte gerade jetzt und gleichzeitig realisiert werden müssen. Über Notwendigkeit der Rathauserweiterung, die mit über 8 Mio. veranschlagt ist - wahrscheinlich werden es eher 10 oder 12 Millionen - sollte es jedoch keine zwei Meinungen geben. Dieses Projekt ist völlig überflüssig! Wie aus einer früheren Ausführung des Ehrenbürgermeisters hervorgeht, ist die Zahl der Mitarbeiter in der Verwaltung seit seinem Amtsantritt von 26 auf 40 gestiegen.

Es ist schwer vorstellbar, dass die Aufgaben in gleichem Maße zugenommen haben. Außerdem stehen IT-Arbeitsmittel zur Verfügung, die in der Regel die Abläufe vereinfachen. Abgesehen davon, dass man hier von Managementfehlern ausgehen muss, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei dieser Rathauserweiterung um ein reines Prestigeprojekt handelt, zumal alternative Lösungen, wie Container, Arbeiten vom Homeoffice, Anmietung von Büroräumen, etc. zur Verfügung stehen.

Während der Bürgermeister diesen Offenbarungseid nun noch als Wohltat kaschiert und die Grundsteuer erst ein Jahr später erhöhen will, damit der Zusammenhang mit der Rathauserweiterung nicht so offensichtlich wird, können es die Grünen kaum erwarten. Diese selbsternannten Heizungsexperten wollen die Bürgerinnen und Bürger sofort mit noch höheren Kosten belasten."

Dipl.-Ing. Erwin Stanzel
Linsengericht

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Kommentare

3
Promille Sepp
1 jahr vor
zitiere A.Schmidt:
Wir hatten in Gelnhausen auch mal einen Bürgermeister, welcher gerne Ausgaben oder Grundsteuer Erhöhungen kaschiert.
Heute ist Herr Stolz Landrat und macht so weiter, wie er in Gelnhausen aufgehört hat. Kaschieren kann Herr Stolz ganz gut. Es gibt noch eine Gemeinsamkeit: Der Bürgermeister in Linsengericht und Herr Stolz sind beide SPD.


SOZIAL sind sie alle nur zu sich selber!
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1
Achim
2 jahre vor
Hallo
nicht nur die Müllgebühren verdoppeln sich auch die Abwassergebühr wird auch noch erheblich angehoben. Das kostet einer Musterfamilie im Linsengericht Familie mit 2 Kindern mit einem Einfamilienhaus Mehrkosten von ca. 24 € im Monat Was wir auch nicht vergessen sollten sind dann die Zinsen für das neue Rathaus mit ca 320 T€ im Jahr.
Aber das wird alles vom Ehrenbürgermeister und seinen Genossen ausgeblendet. Das läuft halt immer unter dem Motto „ Weiter so“ im Linsengericht.
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A.Schmidt
2 jahre vor
Die Müll-Gebühren sollen sich nächstes Jahr auch noch verdoppeln.
Ich denke Linsengericht ist nur der Anfang.
Nächstes Jahr wird extrem für den MKK.
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1
Wähler D
2 jahre vor
@klieskopp es ist erschreckend für was es alles Beauftragte gibt. Interessant wäre zu wissen, ob sich der Anitkorruptionsbeauftragte einmal den Herrn Weyer angeschaut hat, der zur Zeit alle Aufträge bekommen hat (Bewertung von Straßenausbau, Müllabfuhr, Abwasser).
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2
klieskopp
2 jahre vor
Zitat:
Wie aus einer früheren Ausführung des Ehrenbürgermeisters hervorgeht, ist die Zahl der Mitarbeiter in der Verwaltung seit seinem Amtsantritt von 26 auf 40 gestiegen.
Das sind die Beauftragten die dazu gekommen sind, als da wären:
- Klima-Beauftragter
- Flüchtlings-Beauftragter
- Behinderten-Beauftragter
- Gleichstellungsbeauftragter
- Queer-Beauftragter
- Integrationsbeauftragter
- Sozial-Beauftragter
- Energiebeauftragter
- Kinderbeauftragter
- Jugendbeauftragter
- Familienbeauftragter
- Seniorenbeauftragter
- Umweltschutzbeauftragter
- Datenschutzbeauftragter
- Kulturbeauftragter
- Antikorruptionsbeauftragter
....da kann es schon mal eng werden im Bürgermeisteramt.
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2
A.Schmidt
2 jahre vor
Wir hatten in Gelnhausen auch mal einen Bürgermeister, welcher gerne Ausgaben oder Grundsteuer Erhöhungen kaschiert.
Heute ist Herr Stolz Landrat und macht so weiter, wie er in Gelnhausen aufgehört hat. Kaschieren kann Herr Stolz ganz gut. Es gibt noch eine Gemeinsamkeit: Der Bürgermeister in Linsengericht und Herr Stolz sind beide SPD.
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1
Proximo
2 jahre vor
Egal ob in Berlin, oder im beschaulichen Linsengericht, Politiker können definitiv nicht verantwortungsvoll mit (Steuer-) Geld umgehen. Anstatt bei der Ausgabenseite zu sparen, müssen scheinbar immer die Steuern erhöht werden. Sich aber dann über die Politikverdrossenheit wundern...
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