"Nein! Es mangelt nicht am Ruf: 'Vive la Diffèrence!' Und doch ist die Stadt Hanau überzeugt davon, dass der 17. Mai als 'Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (Idahobit)' gebraucht wird, hisst dafür die Regenbogenflagge in der Stadt und will damit auf die "mangelnde Toleranz gegenüber alternativen Lebensentwürfen" hinweisen.
Wenn man die reale Existenz von Erde und Leben vom Atom aufwärts betrachtet, fragt man sich schon, was ein "alternativer Lebensentwurf" sein könnte. 'Idahobit' ist in diesem Kontext so umwerfend modern, dass ich bisher keine Ahnung hatte und Google brauchte! Die Regenbogenflagge als Zeichen für "Idahobit" ist mir dabei auch total neu. Bisher war sie für mich Flagge einer bestimmten Art von Parteilichkeit pro Natur - wie der Regenbogen eben - und pro Frieden auf Erden, auch für eine Art von 'grüner Ideologie'.
Das Adjektiv 'alternativ' erlebt ja gerade eine verbale Hochkonjunktur in Politik und Medien, ähnlich wie divers, vielfältig, bunt und freiheitlich. Dabei wird zu oft übersehen, dass jedes Leben und jeder Mensch von sich aus bereits alternativ bzw. anders, divers, vielfältig, bunt und frei ist. 'Monokulturell' geht es bei so etwas zu wie 'Parteilichkeit' oder wie beim monokulturellen Grundprinzip 'Führer befiehl, wir folgen dir!'. Solch 'künstliche Einigkeit' gibt es auch unter Kalifen, Kirchenführer, Diktatoren und vielen anderen 'einseitig Berufenen' (sogenannten Professoren) aller Art.
Zum Thema Alternative gehört auch die Information, dass sich die politische 'Alternative für Hanau' gerade selbst aufgelöst hat. Hanau ist somit politisch irgendwie 'alternativlos'! Zum Glück gibt es die 'Märchenfestspiele' und die Waage in der 'Gänsemagd' als Grundlage für die allgemeine Versöhnung: Alle Menschen sind gleich frei! Das ist ohne Wenn und Aber 'alternativlos'."
Dr. Gerhard Stehlik
Hanau
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Und die gesellschaftliche Realität gibt denen leider allzuoft recht.