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Klimakrise scheint in Bad Orb nicht zu existieren

Klimakrise scheint in Bad Orb nicht zu existieren

Den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Bad Orb zum Thema Windkraft kommentiert VORSPRUNG-Leser Stefan Heimrich in seinem Leserbrief.

"Auf die Frage, wie Bad Orb zur Ausschreibung von Hessenforst für das Windvorranggebiet 2-304 steht, hat die Mehrheit von CDU und FWG gegen Windkraft im Orber Wald gestimmt. Damit hat Bad Orb eine konstruktive Zusammenarbeit mit Hessenforst ausgeschlossen, da sie in ihrem Beschluss jegliche Nutzung von Wegen für einen Projektierer verboten haben. Und sie haben ein klares Zeichen gesetzt: Wir haben mit der Klimakrise nichts am Hut. Denn die scheint in Bad Orb nicht zu existieren – zumindest nicht in den Köpfen der meisten örtlichen Politiker.

Bad Orb hat seinen Wald gerettet. Aber was hat Bad Orb damit erreicht? Hessenforst wird sich kaum davon beeindrucken lassen. Die Möglichkeit, auf eigenem Grund vielleicht doch zwei Windräder bauen zu lassen, seine Bürger daran zu beteiligen und eine mögliche jährliche Millioneneinnahme hat man in den Wind geschlagen. Dazu hat man sich ein hohes Prozesskostenrisiko ins Haus geholt, da die erlassenen Verbote wahrscheinlich kaum durchsetzbar sind, wenn es darauf ankommt.

Wer hatte da die Politiker vorher fachlich beraten? Die Argumente der Redner von FWG und CDU halten sicher keinem Faktencheck stand. Im Gegensatz zur Entscheidung für das Pflaster des Marktplatzes wurden fachliche und sachliche Argumente pro oder kontra Windkraft überhaupt nicht berücksichtigt. Eine Möglichkeit der externen Beratung wurde gar nicht in Erwägung gezogen. Die Schnittmenge von Orber Politik und dem Verein Gegenwind ist groß. Ein Verein, der alles versucht, Windräder wo auch immer, zu verhindern. Daher hätte ein Redner pro Windkraft auch Hirschhausen oder Lesch heißen können, man hätte ihm keinen Glauben geschenkt.

Wann und wie will Bad Orb nun klimaneutral werden? Windräder im Wald sind nie die optimale Lösung für die Produktion von CO2-freiem Strom. Aber es werden weder riesige Flächen durchgehend versiegelt, noch ganze Windvorranggebiete abgeholzt. Die Windräder werden keine Leuchttürme sein, da längst Technik verbaut wird, die nur bei Bedarf Lichter einschaltet. Für Fledermäuse gibt es monatelange, nächtliche Abschaltzeiten.

An diesem Abend haben die Vertreter von CDU und FWG eine Position eingenommen, die eher einer Verbotspartei entspricht: Sie möchten Strom aus der Steckdose, aber wie dieser erzeugt wird, scheint für sie nicht relevant zu sein. Damit distanziert sich Bad Orb von jeglichem Beitrag zur Energiewende. Die Frage bleibt, wie die kommenden Generationen auf diese Entscheidung zurückblicken werden.

Bad Soden-Salmünster ist in der identischen Situation: Aber hier hat die Kommune pragmatisch entschieden, dass sie mit dem Projektierer zusammenarbeiten und auch Windräder auf ihrem Grund planen lassen, da man mit dem Geld gute Dinge für seine Bürger tun und weitere Klimaschutzprojekte anstoßen kann. Vorher wurden Experten zu Rate gezogen und dann ist man zu dieser Lösung gekommen."

Stefan Heimrich
Bad Orb

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Kommentare

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Huga
2 jahre vor
So ist es!
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Frauke
2 jahre vor
Super Leserbrief. Danke Herr Heimrich.
Falls Sie in Bad Orb leben, herzlichen Glückwunsch. Ein Fettauge auf der mageren Suppe der ewig Gestrigen.
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Huga
2 jahre vor
Endlich sagt mal jemand der auch Ahnung zu haben scheint, die Wahrheit!
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klieskopp
2 jahre vor
zitiere Frauke:
Super Leserbrief. Danke Herr Heimrich.
Falls Sie in Bad Orb leben, herzlichen Glückwunsch. Ein Fettauge auf der mageren Suppe der ewig Gestrigen.


Was hat er Ihnen für den Kommentar versprochen?

Es waren auch die ewig Gestrigen die die jetzigen Probleme vorausgesagt hatten.
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Reino
2 jahre vor
Bravo Bad Orb, endlich einer der 1+1 zusammenzählen kann und beim ausrechnen der 2% Einsparung Deutschlands am weltweiten CO2 Ausstoß nicht ins Grübeln kommt. Nicht alle Fallen auf die Umschichtung des Volksvermögens in die Grünelobbyindustrie herein...
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Wolfram
2 jahre vor
Immerhin kann Reino 1+1 zusammenzählen. Darüber hinaus würde ich ihm nichts anvertrauen. Alles andere, als den CO2-Ausstoß pro Kopf zu berechnen, ist Quatsch.
Außerdem funktioniert das Pariser Klimaabkommen nur, wenn alle mitmachen.
Es mag allerdings Leute geben, denen es egal ist, ob das funktioniert, womit wir wieder bei 1+1 wären.
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FWG Bad Orb
2 jahre vor
Stefan Heimrich zeigt sich hier in erster Linie als ein "Meinungs-Lobbyist"
für Windkraft. Eine wirtschaftliche Beteiligung an der Energiegenossenschaft
Biebergemünd, die Windkraftanlagen im Main-Kinzig-Kreis betreibt, wird ihm
nachgesagt. Er ist nur einer von vielen. Hier werden Lobby-Interessen und
politische Ideologien mit scheinbar "moralischen Zielvorstellungen"
verbrämt. Lokale Argumente werden hier völlig ausgeblendet. Dies ist ein
durchsichtiges Manöver. Es ist reine Ideologie bei der aus beruflicher Sicht
subjektiv argumentiert wird. Halbwahrheiten werden tendenziös verbreitet und
letztendlich nur der finanzielle Vorteil herausgearbeitet. Heimrich
prognostiziert eine jährliche Millioneneinnahme für 2 Windkraftanlagen auf
Bad Orber Gemarkung. Bei einer Laufzeit von mindestens 20 Jahren wird
deutlich wie hoch die zu erwartenden Einnahmen für die Betreiber wären. Hier
wird der "Horst" zur wahren Goldmine für alle möglichen Projektierer und
Investoren. Da ist Klimaschutz nur das moralische Feigenblatt. Mit keinem
Ton werden die elementar wichtigen Dinge wie: Waldzerschneidungen,
Bodenschäden, viel weniger Kohlenstoffrückhalt, Eingriffe in den
Wasserhaushalt, partielle Temperaturerhöhung, Austrocknung, zerstörte
Lebensraumfunktionen und Tod seltener Vögel, Fledermäuse und - besonders im
betroffenen Gebiet - auch von Rotwild. Gesundes Leben braucht große
unverbaute Landschaften. Die Landschaft ist keine bloße Geschmacksfrage. Sie
ist unbeschädigt. Hort der Artenvielfalt, Klimaregulator, Erholungsgebiet,
weltoffene Heimat. Für Bad Orbs wichtigsten Wirtschaftszweig ist die
unzerstörte Landschaft im Spessart unverzichtbar.
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Andreas Hlasseck
2 jahre vor
Stromgestehungskosten wie folgt: Atom 16 ct/kwh, Kohle 11 ct/kwh, Erdgas 6 ct/kwh, Sonne und Wind jeweils ca. 4 ct/kwh. Auf dieser Basis bin ich "ideologisch" gerne bei Sonnen- und Windenergie.
Ich kann verstehen, dass das Fällen von Bäumen für Windenergie intuitiv falsch erscheint, die Schädigungen unserer Wälder durch den Klimanotfall sind aber um Größenordnungen höher.
Zu den Vögeln: auch hier werden um Größenordnungen mehr Vögel durch Gebäudescheiben und Autos getötet (Faktor 2.000).
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Walter Wähler
2 jahre vor
Ist das ein Leserbrief oder nicht doch eine Pressmitteilung der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG? Vorstand: Stefan Heimrich?

Der vorgeschobene Umweltschutz rechtfertigt nicht die Umwandlung der heimischen Wälder in Industrieparks.

Daran ändern die Windraftlobbyisten Hirschhausen und Lesch nichts.
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Berger
2 jahre vor
Wenn dem Heimrich das nicht passt, kann er ja in die Nordsee umziehen, da hat er genug Windräder
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Berger
2 jahre vor
WER ist Stefan Heimrich ????
Genaus ein Spinner wir der Märchenbuchschriberlin Habeck !!!!!Von Tuten und Blasen keine Ahnung!!! Wenn ich die Abholzung der Zufahrt, das riesige Beton/ Stahlfundament sehe, will der mir erzählen, das dies gut für mein Heimatort wäre!!! Am Ende bleibt ein Betobkltz in dem Waldboden. Eure Milchmädchenrechnung geht NICHT auf, das was wir im Jahr einsparen, BLÄST der Chinese an 1 ( einem) Tag raus. Also was soll diese Panikmache die VIEL GELD kosten wird..HÖRT auf wie die Lämmer diesem Idioten nachzurennen!!!
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Wolfram
2 jahre vor
Mit dem Chinesen ist Jackie Chan gemeint?
Oder irgendein anderer der 1,4 Mrd Chinesen.
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klieskopp
2 jahre vor
zitiere Wolfram:
Mit dem Chinesen ist Jackie Chan gemeint?
Oder irgendein anderer der 1,4 Mrd Chinesen.

Egal ob Chinese, Chines:innen, Chinesende, Chinausende.

Ändert nichts an der Aussage Zitat:
BLÄST der Chinese an 1 ( einem) Tag raus.
.
Oder kann der Wolfram das widerlegen??
Bin auf die Antwort gespannt.
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Wilfried Prof. ad. W
2 jahre vor
Sie erwähnen die Herren Hirschhausen und Lesch.
Diese vertreten eine Meinung gegen gute Bezahlung im
Auftrag der Bundesregierung ...
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A. Staab
2 jahre vor
Das ist ja eine steile Behauptung! Wenn dem Herrn Professor a. D. nichts anderes einfällt, empfehle ich ihm, mal auf der Plattform EIKE zu stöbern...
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Heinz
2 jahre vor
Eike ist die von der Kohle und Gaslobby finanzierte Plattform für die Verbreitug von Falschinformationen. Was soll das also?
Die fossile Energiewirtschaft und ihre Unterstützer aus der Politik arbeiten hart und geben beträchtliches Geld aus um die globale Erwärmung zu einem politischen Thema zu machen
Was die Politik über den Klimawandel sagt, ist zweitrangig; Die Gesetze der Physik gehen keine Kompromisse ein oder kümmern sich nicht darum, ob Politiker an sie glauben.
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Silvano Mullare
2 jahre vor
EiIKE ist die von der Kohle und Gaslobby finanzierte Plattform für die Verbreitug von Falschinformationen.?????????
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Heinz
2 jahre vor
EiIKE ist die von der Kohle und Gaslobby finanzierte Plattform für die Verbreitug von Falschinformationen !!!!!

https://lobbypedia.de/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_und_Energie
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klieskopp
2 jahre vor
@Heinz
Und wer finanziert Lobbypedia?
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Silvano Mullare
2 jahre vor
Wenn man selber Nachdenkt, braucht es keine Plattform !!!!!
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Hans
2 jahre vor
??????????????????????????????????????????????
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