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Kommunalwahlen in Linsengericht

Kommunalwahlen in Linsengericht

Die Kommunalwahlen in Linsengericht hat VORSPRUNG-Leser Erwin Stanzel zum Thema seines Leserbriefes gemacht.

"Der Wahlkampf für die Kommunalwahlen in Hessen gewinnt zunehmend an Dynamik In Linsengericht haben sich nun alle sechs Kandidaten für die neben der Wahl der Gemeindevertretung stattfindende Bürgermeisterwahl in der Lokalpresse mit mehreren Artikeln und Pressemitteilungen vorgestellt. Es ist auffällig, dass das finanzielle Desaster der Gemeinde Linsengericht, das unter anderem durch den teuren Rathausanbau (ca. 10 Mio. €) und eine über Jahre aufgeblähte Verwaltung verursacht wurde, kaum thematisiert wird.

Bedingt durch das haushaltspolitische Versagen in der Vergangenheit ist mit zusätzlichen Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu rechnen. Dazu zählen unter anderem die Verdopplung der Grundsteuer, Abgabenerhöhungen für Wasser, Abwasser, Müllabfuhr, die Kinderbetreuung und das Bürokratiemonster Straßenausbaubeiträge. Bewerber:innen, die bereits in den vergangenen Jahren in der Gemeindevertretung führende Positionen innehatten und die Entwicklung dieser Misswirtschaft mitgetragen oder sogar gefördert haben, werden diese Entwicklung kaum abwenden können.

Bemerkenswerterweise thematisiert ausgerechnet der mit Abstand jüngste Kandidat dieses Problem. Es ist davon auszugehen, dass Einsparungen in erheblichem Umfang erforderlich sein werden. Die derzeit viel diskutierte Digitalisierung sollte nicht zum Selbstzweck, sondern effektiv zur Vereinfachung der Abläufe eingesetzt werden. So kann der von allen geforderte Bürokratieabbau vorangetrieben werden und es sollte eine wirtschaftlichere Arbeitsweise ermöglicht werden. Geschieht dies sozialverträglich, beispielsweise durch den demografischen Wandel und natürliche Fluktuation, wie es der jüngste Bewerber um das Amt des Bürgermeisters plant, wäre dies ein gangbarer Weg aus der Krise.

Erstmals treten bei der Wahl zur Linsengerichter Gemeindevertretung auch Kandidaten einer kleineren, aber traditionsreichen deutschen Partei der Mitte an. Damit eröffnet sich eine unbelastete Wahlmöglichkeit. Es ist somit nicht mehr erforderlich, Unmut über die bisherige Gemeindevertretung durch das Ankreuzen von Parteien am Rand des politischen Spektrums auszudrücken, deren Spitzenpolitiker in Talkshows wiederholt die Demokratie, die Europäische Union und grundlegende Werte unseres Landes infrage stellen."

Erwin Stanzel
Linsengericht

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Kommentare

1
Steuerzahler
2 monate vor
Eine Bürgermeisterin-Kandidatin, die für ganzen Schlamassel mitverantwortlich ist, lässt sogar verlauten, dass sie die bisherige „Politik weiterentwickeln will“. Also noch mehr Schulden? Noch mehr Steuern und Abgaben? Wenigstens ist sie ehrlich.
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Wähler
2 monate vor
Wenn die Partei gemeint ist, die von 96 Prozent der Wähler aus dem Bundestag katapultiert wurde, würde ich nicht soviele Erwartungen an die Kandidaten haben.
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8
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
Wunder geschehen!

Es wird auch der Wählerwille sehr sehr vieler Wähler einfach ignoriert.
Gruselige Koalitionen gebildet, nur um "ihre Demokratie" durchzusetzen.
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Karl Moor
2 monate vor
Kandidaten "der kleineren, aber traditionsreichen Partei der Mitte" sind grundsätzlich zu begrüßen, wenn sie auch deren Werte u.a. Freiheit, soziale Marktwirtschaft ... verkörpern.

Mit der bereits artikulierten erneuerbaren Energieoffensive für Linsengericht, stellt sich mir allerdings die Frage, ob der Kandidat mental auch tatsächlich die Werte der traditionsreichen Partei der Mitte verkörpert oder vielleicht doch lieber für eine marktwirtschaftlich feindliche Umweltpartei kandidieren sollte.
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