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Linsengericht: Grundsteuererhöhung, Brandmauer, Finanzkrise, Kommunalwahl

Linsengericht: Grundsteuererhöhung, Brandmauer, Finanzkrise, Kommunalwahl

Zu den Debatten im Kommunalwahlkampf in Linsengericht äußert sich VORSPRUNG-Leser Erwin Stanzel in seinem Leserbrief.

"Im Wahlkampf für die anstehenden Kommunalwahlen in Linsengericht dominieren derzeit zwei Themen: die sogenannte Brandmauer und die Müllgebühren. Die Diskussion um die Brandmauer wird überflüssig, wenn es gelingt, diesseits dieser Barriere politische 'Feuerfestigkeit' zu erreichen und jenseits der Brandmauer die Glut zu löschen – also Wähler davon zu überzeugen, zurückzukehren oder gar nicht erst dorthin zu gehen. Mit immer neuen Steuer- und Abgabenerhöhungen wird dieses Ziel jedoch nicht zu erreichen sein.

Selbst Bürger außerhalb der Gemarkung Linsengerichts wundern sich inzwischen über die extrem hohen Müllgebühren – und viele Einwohner fragen sich, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Außerdem sollen die Kosten jahrelanger Misswirtschaft – am sichtbarsten beim 8,8 Millionen Euro teuren Rathausanbau – nun offenbar über eine drastische Erhöhung der Grundsteuer auf die Bürger abgewälzt werden. Wenn diese Politik fortgeführt und weiterentwickelt wird, wird das Desaster nur noch größer.

Niedrige Kitagebühren helfen jungen Familien wenig, wenn sie gleichzeitig bei Wasser, Abwasser, Müllgebühren und vor allem bei der Grundsteuer immer stärker belastet werden.  Schließlich betrifft die Grundsteuer jeden – Eigenheimbesitzer zahlen sie direkt, Mieter tragen sie indirekt über die Nebenkosten.

Am Ende entscheidet für viele Bürger nicht die Debatte über Brandmauern, sondern der Blick auf ihre Steuer- und Gebührenbescheide. Bei der kommenden Wahl haben die Linsengerichter zudem erstmals die Möglichkeit, Kandidaten der in der Gemeinde neu antretenden FDP für Gemeindevertretung und Bürgermeisteramt zu wählen – eine Partei, die logischer Weise nicht für die Finanzkrise in der Gemeinde Linsengericht verantwortlich ist und sich von jeher klar auf der demokratischen Seite der Brandmauer positioniert."

Erwin Stanzel
Linsengericht

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Kommentare

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Erwin Stanzel
2 monate vor
Vielen Dank für das feedback

@Proximo: not apPROXiMately correct. Bitte beachten Sie meinen Leserbrief in der GNZ, erschienen am 12. 9. 2025 - nach der Bekanntgabe der Bewerbung von Herrn Betz. Ich hatte die Bewerbung eines Managers aus der Industrie - sollte sie erfolgreich sein - mit der Hoffnung auf die "Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien im Rathaus" verknüpft. Glauben Sie - bei nüchterner Rückschau auf die Aussagen im Wahlkampf-, dass er diese Prinzipien als Bürgermeister durchsetzen würde?


@A.Schm:
Danke für die positive Rückmeldung
s. auch oben

@Karl Moor:
Das ist alles sehr kryptisch. Man muss die Werke dieser Denker erst interpretieren, um sie auf die hiesige Politik zu projizieren – und Auslegungen gibt es viele, genau wie bei Schillers ‚Räubern‘. Denken wir nur an Ihren Bruder Franz
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Karl Moor
2 monate vor
Hallo Herr Stanzel,

ich werde den Eindruck nicht los, dass Sie das Wesen der Demokratie noch nicht verstanden haben.

Vielleicht wäre hier eine Stunde nachsitzen angebracht, nicht bei Herrn Steinmeier, besser wäre Frau Bohley, Frau Arendt oder Herrn Kant.
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A.Schm
2 monate vor
Eine weitere Abzocke wie von SPD u. BGL vorgesehen darf es in Zukunft nicht geben, da hat Herr Stanzel sicher recht.
Denn nur Transparenz und offener Dialog mit den Linsengerichter Bürgern führt zum Ziel.
Für diesen Weg steht nach meiner Auffassung uneingeschränkt Markus Betz u. sein CDU - Team.
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Proximo
2 monate vor
Herr Stanzel, dies ist nicht Ihr erster Leserbrief zur kommenden Bürgermeisterwahl in Linsengericht. Im Prinzip ist jeder einzelne jedoch lediglich Werbung für Herrn Pfannkuch, hier sogar richtig offensichtlich erkennbar, nicht so subtil wie beim letzten.
In meinen Augen ist Herr Pfannkuch aber der Kandidat, mit den geringsten Erfolgsaussichten. Im Gegensatz zu Herrn Betz - Werbung kann ich auch :-)
Montag wissen wir mehr.

PS: Demokratie lebt vom Miteinander, nicht vom Ausgrenzen.
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