"Die mutmaßlichen Übergriffe im Freibad Gelnhausen machen mich als Mensch und Familienvater tief betroffen. Solche Taten wenn sie sich so bestätigt haben, wie es derzeit aussieht, widersprechen allem, wofür wir als Gesellschaft stehen: Respekt, Sicherheit und Verantwortung füreinander. Ich bin Deutscher mit marokkanischen Wurzeln. Meine Eltern sind als Gastarbeiter hierhergekommen, ich bin hier aufgewachsen, arbeite im öffentlichen Dienst und engagiere mich seit Jahren in meiner Stadt. Integration ist bei uns kein Fremdwort, sondern Alltag.
Deshalb will ich etwas klarstellen: Solches Verhalten sexualisierte Gewalt, Übergriffe auf Frauen oder Mädchen hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Und dabei geht es nicht um Herkunft oder Religion, sondern um Haltung. Wer unsere Grundwerte nicht respektiert, muss mit den Konsequenzen unseres Rechtsstaats rechnen, das gilt für jeden, ohne Ausnahme.
Ich finde es richtig, dass Landrat Thorsten Stolz sich öffentlich geäußert hat. Seine Worte zeigen, dass wir als Staat handlungsfähig sind und dass unsere Gesetze gelten. Gleichzeitig warnt er zurecht davor, Menschen mit Migrationshintergrund pauschal zu verurteilen. Genau das ist mir auch wichtig: Die überwältigende Mehrheit der Menschen mit ausländischen Wurzeln lebt friedlich, arbeitet hart, übernimmt Verantwortung und verurteilt solche Taten genauso wie jeder andere.
Als Mitglied der SPD und jemand, der selbst Migrationsgeschichte hat, will ich sagen: Wir müssen über Probleme offen sprechen, ohne zu spalten. Wir müssen klar Haltung zeigen, ohne zu hetzen. Und wir müssen als Gesellschaft zusammenstehen, gerade dann, wenn andere spalten wollen."
Mostafa Saroukh
Hanau
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Was in der ganzen Migrationsdebatte eigentlich nie ein Thema ist; Ein Migrant gewinnt immer etwas dazu. Er erweitert seine Möglichkeiten. Sei es um zu arbeiten, eine Familie auf wirtschaftlich sicheren Beinen zu gründen, sich und seinen Kindern Möglichkeiten zu bieten, die man im Herkunftsland nicht hatte. Die indigenen Deutschen gewinnen nicht unbedingt etwas dazu. Die breite Masse finanziert derzeit in erster Linie. Oder muss auf Dinge verzichten wie Sicherheit im eigenen Land, Wohnraum, Zugang zu ärztlicher Versorgung, KiTa-Plätze. Alles Benötigte wird nicht mehr, sondern knapp oder knapper. Wachstum haben wir nur in den negativen Feldern. Mehr Krankenkassenbeiträge, Steuern etc. pp. Denn die Migranten füllen keinen leerstehenden Raum, wie das in den USA im vorletzten bis Mitte des letzten Jahrhunderts war. Sondern die Migranten drücken in bereits besetzte Räume rein und sorgen für noch mehr Verteilungskampf im unteren Bereich. (Wir haben derzeit 84 Mio Einwohner statt bisher 80 Mio) Nur in den Blasen der Entscheidungsträger, die denken sie füllen Arbeitsplätze, sind die Probleme im Bewußtsein noch nicht wirklich angekommen. Weil sie dort nur schleppend verstanden werden. Aber das ändert sich.
Sylvia aus Hanau