TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Zur Ablösung des Bürgergeldes

Zur Ablösung des Bürgergeldes

Die von der Bundesregierung verkündete neue Grundsicherung kommentiert VORSPRUNG-Leser Jörg Sternberg in seinem Leserbrief.

"Die Ablösung des Bürgergelds und Ersetzung durch ein Grundsicherungssystem, von der Union betrieben mit einer Leidenschaft, als handele sich um die Rettung des Haushaltes durch Einsparungen bei den Sozialausgaben in beträchtlicher Höhe. Diese werden selbst von ihr geschätzt auf vier Milliarden Euro, eigentlich nur Peanuts in Relation zu den Gesamtausgaben. Gerechter und treffsicherer soll die Verschärfung des Mitwirkungssystem ausfallen, wenn bei zwei versäumten Terminen eine Streichung von 30 Prozent und bei drei eine Komplettstreichung der Auszahlungen vorgenommen wird. Strittig zwischen der Ministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas (SPD), und der Union ist, ob noch eine Anhörung des Delinquenten - es könnte sich ja auch um psychisch kranke Personen handeln oder solche, die Angst vor Ämtern- und Behördenkontakten haben - dazwischen gelegt werden muss.

Hier zeichnet sich ein weiterer Dissens der Koalition ab. Unstrittig ist weltweit so auch in Deutschland, dass die Arbeitseinkommen stagnieren oder gar sinken und die Kapitaleinkommen steigen. Auch die Vorsitzende des DGB, Fahimi, sieht in der sich weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich einen Totalangriff auf den Sozialstaat. Selbst für das Bürgergeld war eine Nullrunde für 2025 und 2026 vorgesehen, die jetzt auf das Grundeinkommen übertragen wird. Dabei schützt, so der Paritätische Gesamtverband, nicht einmal die definierte Armutsschwelle (60 Prozent vom Mediannettoeinkommen), die im Jahr 2023 bei 1.381 Euro gelegen hat, aber der Regelsatz nur 907 Euro betrug, vor Armut keineswegs.

Wenn der Staat in Geldnöten ist, soll er doch erst einmal sich die Milliardengelder der kriminellen Cum-Ex-Geschäfte zurückholen, die noch nicht ersetzt worden sind und solche, das behauptet die Oberstaatsanwältin Brokilker, die immer noch hinterzogen werden. Und vor allem die Begünstigung durch Steuergeschenke an Multimillionäre und Konzerne einstellen, die ihre Gewinne bis auf null rechnen lassen können. So dass es eine Gruppe gutwilliger Reicher gibt, die verzweifelt um Besteuerung flehen. Umsonst, sie werden nicht erhört."

Jörg Sternberg
Hanau

Hinweis der Redaktion: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder nicht zu publizieren. Online eingesandte Leserbriefe werden nicht direkt veröffentlicht, sondern zuerst von der Redaktion geprüft. Leserbriefe sind immer mit dem Namen und der Anschrift des Autors zu versehen und spiegeln die Meinung des oder der Autoren wider. Die E-Mail-Adresse zur Einsendung von Leserbriefen lautet info@vorsprung-online.de.

Kommentare

1
D.A.
4 monate vor
ZITAT:soll er doch erst einmal sich die Milliardengelder der kriminellen Cum-Ex-Geschäfte zurückholen, Wird niemals passieren denn da hängen zu viel einflussreiche Korruptis mit drin!ZITAT:Und vor allem die Begünstigung durch Steuergeschenke an Multimillionäre und Konzerne einstellen, die ihre Gewinne bis auf null rechnen lassen können.Wird niemals passieren wenn das nicht so wäre hätten wir so gut wie keine Firmen mit entsprechender Größe im Land!
Zum Thema Grundsicherung! Die Regel Verschärfung betrifft längst nicht alle denn ein nicht geringer Anteil der Bezieher spricht kein Deutsch!für diese Personengruppe ändert sich also auch nichts!
Es wird wie so oft nur bei heißer Luft bleiben! von echten Reformen keine Spur!mit einem fröhlichen weiter so!
Gefällt mir 10 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
1
Hätteesgernschönhier
4 monate vor
Ich möchte mal wissen, was so verwerflich sein soll, wenn einer, der Unterstützung erfährt, einfach mitmachen soll?

Welchen Himmel erträumen Sie sich, Herr Sternberg? Keiner schafft was und alle sind reich? Ich glaube, es braucht nicht mal einen durchschnittlichen IQ um, wenn man ehrlich ist, zu begreifen, dass das Unsinn ist.
Und Umverteilung wird schon mehr als genug betrieben. Das weiß man, wenn man auf der Seite der Geber steht und nicht nur aufs Nehmen spezialisiert ist und dieses in höchste Höhen treiben will.
Gefällt mir 23 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
0
Rückfrage
4 monate vor
Genau, die Umverteilung findet schon seit Jahren von Arm zu Reich und von Jung zu Alt statt. Da kann es ja wohl nicht angehen, dass den Armen zumindest ein bisschen geholfen wird!

Diejenigen Mandatsträger, die das jetzt beschlossen haben und ewig darüber schreiben, dass man "Totalverweigerern" das Geld streichen sollte, wenn sie mehrmals nicht zu Terminen erscheinen, sind doch genau die gleichen, die Sitzungen in den Parlamenten schwänzen und in ihren Berufen Geld verdienen und nebenbei von den Steuerzahlern Geld bekommen. Da kann es ja wohl nicht angehen, dass den Armen zumindest ein bisschen geholfen wird!

Ich weiß ganz genau, wie es ist, auf der Seite der Geber zu stehen: ich bin jung, bekomme ordentliches Gehalt und davon geht jede Menge Geld an alte Menschen, in Form von Rente. Außerdem jede Menge Steuern, die dann verwendet werden, um Mautbetreiber zu bezahlen, Cum-Ex Betrüger nicht zu verfolgen und konsequenzenlos Maskendeals mit befreundeten Firmen zu schließen. Unter diesen ganzen Umständen kann es ja nicht sein, dass Armen zumindest ein bisschen geholfen wird!
Gefällt mir 11 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
2
Old white man
4 monate vor
Es gibt keine Umverteilung von Arm nach Reich. Wer Flaschen sammelt zahlt sicher keine Gewerbesteuer.

Die Umverteilung findet auf anderer Ebene statt. Menschen die nicht Bürger dieses Staates sind, erhalten Bürgergeld - auch Flixbuspassagiere und Deserteure. Und man gibt gerade weitere 80 Mrd zinslos in dieses Heldengrab. Hat man den Agressor mal gefragt, was sein Preis wäre, den Krieg zu beenden?
Gefällt mir 7 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
0
Proximo
4 monate vor
Zitat:
Hat man den Agressor mal gefragt, was sein Preis wäre, den Krieg zu beenden?
Natürlich nicht. Weder Merz noch von der Leyen - um nur zwei zu nennen - haben ein Interesse den Krieg zu beenden.
Gefällt mir 5 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
1
Kaa Lust mehr
4 monate vor
Wo hat man denn Dich freigelassen? Soviel zusammenhangloser Unsinn in einem Post. Die Alten haben Deine kostenfreie Schulbildung gezahlt, evtl. auch Dein vergebliches erstes Studium. Abgesehen davon hat Dich sicher nicht der Storch produziert. Sondern heute alte Menschen.

Mautbetreiber? Häh. ?? Und Du bist Dir sicher, ein Gehalt für geleistete Arbejt zu beziehen? Oder gehst Du evtl. noch zu Schule und Dein Gehalt heisst Taschengeeld.
Gefällt mir 7 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
2
Hätteesgernschönhier
4 monate vor
zitiere Rückfrage:
Da kann es ja wohl nicht angehen, dass den Armen zumindest ein bisschen geholfen wird!


Nochmal, es geht darum, sich beim Amt einzufinden, wenn man dieses "bißchen" Unterstützung (2025 50Milliarden Euro, weshalb sogar Leute extra einreisen). Diese primitive Formel, wer nix hat ist Opfer und wer was hat ist Täter beleidigt die Intelligenz des Mittelstands.
Wenn wir nicht zum Leistungsprinzip für die Leistungsfähigen zurückkehren, sollten wir die ungerechtfertigten Hilfen generell beenden. Macht dann keinen Sinn mehr.
Gefällt mir 7 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
1
uǝʌS
4 monate vor
...behauptet die Oberstaatsanwältin Brokilker..

Ohne auf Ihr Geschreibsel näher einzugehen, die Frau heisst Anne Brorhilker, sie war Oberstaatsanwältin. Im April 2024 beantragte sie die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. Seither ist sie Co-Geschäftsführerin der Bürgerbewegung Finanzwende.
Gefällt mir 18 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis